Brückenschlag über den Rauner Bach

Großer Moment im kleinen Sohl: Eine neue Fußgängerbrücke wurde per Kran aufgesetzt. Kleinere Restarbeiten stehen aus, die Inbetriebnahme verhindert das jedoch nicht.

Sohl.

Emsige Betriebsamkeit am Quellen-Gelände des ehemaligen Sohler Sprudelbetriebs: Die neue Brücke über den Rauner Bach wurde montiert.

Ein Schwerlastkran hievte am Freitag die vorgefertigten Brückenteile an ihren Platz. Für die Mitarbeiter vom UTR Schönbrunn immer wieder eine spannende Aufgabe und Herausforderung beim Brückenbau. "Auch wenn es sich nur um eine kleine Brücke über den Rauner Bach in Sohl handelt, so ist man doch zufrieden, wenn alle Teile am Ende passen", freut sich UTR-Vorarbeiter André Zenner. Mit Hilfe des Schwerlastkrans konnte die zehn Tonnen schwere Deckenplatte erfolgreich aufgesetzt werden. Die neue Brücke ist für den Geh- und Radverkehr mit einer Durchgangsbreite von 2,50 Meter ausgelegt. Ein Befahren mit Winterdiensttechnik (Multicar) ist möglich. Bis auf das Geländer und kleinere Restarbeiten wird die Brücke zu Weihnachten fertig gestellt und nutzbar sein, informiert Bad Elsters Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft). Bis das Geländer montiert wird, gibt es eine provisorische Lösung.

In Vorbereitung des Brückenbaus wurde unter anderem eine Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde eingeholt. Sie wurde unter Auflagen erteilt. Aufgrund des Bauzeitraums in der Schonzeit für Fische musste eine Ausnahmegenehmigung bei der Fischereibehörde beantragt werden. Dies hat zu einem zeitlichen Mehraufwand und zu einer Verzögerung des Baubeginns geführt. Die Bauarbeiten wurden - entsprechend der Forderung der Unteren Naturschutzbehörde hinsichtlich des Schutzes der Flussperlmuschel - überwacht.

Die Brücke hat knapp 98.000 Euro gekostet - 40.000 Euro mehr, als zunächst geschätzt. Grund sind die gestiegenen Baupreise im Zuge der guten Baukonjunktur. Dennoch entschied sich der Elsteraner Stadtrat dafür, den Bau durchzuziehen.

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