Bürgermeister: Kein Einwohnertreff 2020

Bad Brambachs Ortschef Maik Schüller (parteilos) lehnt eine Versammlung in diesem Jahr ab. Grund: Er wolle keinen Corona-Hotspot schaffen, sagt er.

Bad Brambach.

In Bad Brambach soll es nach den Worten von Bürgermeister Maik Schüller (parteilos) keine Einwohnerversammlung geben. "In nächster Zeit wird es die nicht geben. Ich werde in Bad Brambach keinen Hotspot gründen. Wir haben Verantwortung, mit Kliniken, Staatsbädern", verwies er auf die Entwicklung in der Coronapandemie und die Besonderheiten vor Ort. Er mache keine Hoffnungen auf ein großes Treffen dieses Jahr, sagte Schüller zur Bürgerfragestunde der öffentlichen Gemeinderatssitzung.

Zuvor hatte der frühere Gemeinderat Walter Langenegger um eine Einwohnversammlung gebeten. Für das Miteinander, eine Bilanz von Schüller nach zwei Jahren im Amt sowie die Pläne in der Gemeinde wäre diese wichtig, meint der Bad Brambacher. "Die Abgeordneten haben das Recht, zu verlangen, das eine Einwohnerversammlung einberufen wird", erinnerte er die Anwesenden am Ratstisch. Zehn Jahre habe es keine Einwohnerversammlung gegeben, so Langenegger. Für den Ortsteil Schönberg stimmt das nicht, korrigierte Ines Czaya (Freie Wähler Bad Brambach). Hier war am 25. September Einwohnerversammlung - mit dem Bürgermeister. Aber für den Hauptort Bad Brambach müsse sie kommen, hakte Langenegger nach. "Corona wird für alle Ausreden genommen. 50 Sitzplätze in der Festhalle reichen. Um Ausreden sind wir hier, so habe ich den Eindruck, nie verlegen", betonte Lan- genegger. "Wir können das gern aufgreifen Anfang 2021", lenkte Schüller ein. Torsten Schnurre (FDP) sprach sich ebenfalls dafür aus, den Einwohnertreff im nächsten Jahr "auf dem Schirm zu haben".

Auch mit einem weiteren Vorstoß biss Langenegger beim Bürgermeister auf Granit. Warum der Gemeinderat in der Turnhalle der ehemaligen Mittelschule tage - die Akustik sei sehr schlecht, was mehrere Anwesende der Sitzungen auch bestätigten. Zumal sei es für das gewählte Gremium eines Staatsbades nicht gerade ein würdiger Ort, fand Langenegger. "Ich habe aber keine andere Möglichkeit, die Abstandsflächen einzuhalten", verwies der ehrenamtliche Rathauschef auch bei dieser Frage auf die Coronapandemie. Was sei denn mit der Festhalle, wollte Langenegger wissen. Für die Sitzung am 30. September sei eine Ratssitzung hier nicht möglich gewesen, da an dem Abend hier ein Gremium der Sächsischen Staatsbäder tagte, informierte Schüller.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.