Bürokratie hemmt Förderprogramm

Kleine Vereine brauchen bei Leader-Vorhaben oft die Unterstützung der Kommunen. Das war auch in Schöneck der Fall.

Schöneck.

Im vergangenen Jahr konnte der Kneippverein Schöneck als Eingang zum Stadtpark einen Bewegungsparcours mit acht Trainingsstationen einweihen. Es war ein Projekt, das über das Leader-Programm unterstützt wurde. Von den knapp 56.000 Euro Kosten flossen 50.000 als Fördermittel.

Eine gute Sache, betont Gregor Döring, der Vorsitzende des Schönecker Kneippvereins, zeigte Staatsminister Thomas Schmidt (CDU) aber auch die Probleme auf. "Als kleinem Verein fehlen uns die finanziellen Eigenmittel, da stand uns in dankenswerter Weise die Stadt zur Seite. Auch an der Bürokratie wären wir als Verein wohl gescheitert", machte er deutlich. Um das Vorhaben umsetzen zu können, gewährte die Stadt dem Kneippverein ein Darlehen, wie Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) informierte.


Dass es nach zögerlichem Beginn inzwischen vor allem Privatpersonen sind und weniger Vereine, die Fördermöglichkeiten des Leader-Programmes nutzen, auf diese Erfahrung verwies auch Andrea Jedzig (CDU), Bürgermeisterin von Treuen.

Insgesamt 28 Kommunen mit zusammen rund 130.000 Einwohnern bilden die Leader-Region Vogtland. Bis 2020 stehen in diesem Gebiet für Projekte rund 26,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Den Schönecker Hinweis zu den hohen bürokratischen Hürden nahm Staatsminister Thomas Schmidt mit zurück nach Dresden.

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