Bundesstraße 92: Eine Woche Vollsperrung schon im September

Für die Dauerbaustelle am Ortsausgang Oelsnitz in Richtung Adorf steht der Fahrplan für dieses Jahr. Was Autofahrer erwartet.

Oelsnitz.

Auf die Menschen im oberen Vogtland kommt bereits dieses Jahr eine weitere Belastungsprobe wegen Bauarbeiten an der B 92 zu. "Voraussichtlich im September ist eine kurze Vollsperrung (eine Woche) zum Einbau der Deckschicht geplant", informierte Isabel Siebert, die Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, jetzt auf Anfrage. Die aktuelle Regelung mit halbseitiger Sperrung, bei der der Verkehr wechselseitig per Ampel an der Baustelle vorbeigeführt wird, bleibt nach Isabel Sieberts Worten zudem bis November bestehen.

Aktuell wird im linken Teil der Fahrbahn in Richtung Adorf die Entwässerung gebaut. Daran schließt sich bis Anfang Juni der Straßenbau an, so die Sprecherin der Straßenbaubehörde. Von Juni bis Anfang September kommt dann die Fahrbahn auf der Richtung Adorf rechten Seite der Straße an die Reihe, der Verkehr rollt dann per Ampelregelung über das zuvor gebaute Straßenstück. Ist die Deckschicht unter Vollsperrung drauf, geht es laut Isabel Siebert halbseitig über die neue Brücke. "Die Umfahrung wird zurückgebaut und der Straßenanschluss Richtung Oelsnitz wird voraussichtlich bis Ende November ausgebaut", weist die Pressesprecherin darauf hin, dass die Baustelle die vielen, die täglich hier vorbei müssen, das ganze Jahr begleiten wird.

Als Umleitung werden bei der Vollsperrung erneut die Staatsstraßen 307 und 308 durch den Oelsnitzer Stadtteil Lauterbach, Süßebach und Obereichigt fungieren. Über die Umgehung Bergen und Freiberg rollt der Verkehr dann zurück auf die B 92 Richtung Adorf. Als am Dienstag nach Ostern bereits für einen Tag die Bundesstraße dicht war, hatte es massive Verkehrsbelastungen in Ortsdurchfahrten gegeben.

Als "katastrophal" empfanden Anwohner die Situation. Das von Eichigtern für diese Situationen geforderte Tempo 30 wegen des vielen Verkehrs und fehlender Fußwege ist laut Aussage von Ulrich Apitz von der Unteren Verkehrsbehörde im Oelsnitzer Rathaus bei einer Vollsperrung der B 92 möglich, nicht aber bei halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung. Apitz' Chef, der Oelsnitzer Oberbürgermeister Mario Horn (CDU), war unter massive Kritik aus Eichigt geraten, nachdem die Stadt zuvor von Horn zugesagte Tempo 30-Schilder nicht aufstellte. "Ich frage mich, wer dort das Sagen hat - wenn er sich selber gegenüber seinen Leuten nicht durchsetzen kann", stellte ein deshalb angefressener Eichigter Bürgermeister Christoph Stölzel (parteilos) infrage, dass Horn im Rathaus die Hosen anhat.

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