Buschhaus-Abriss: Stadtrat will Auftrag noch im August vergeben

Seit Jahren soll die Hotel-Ruine aus dem Ortsbild verschwinden. Nunmehr bestehen scheinbar keine Hindernisse mehr.

Die ehemalige C. A. Seydel-Fabrik in Klingenthal ist bis in die ehemaligen Kellerräume hinein abgetragen.
Das einstige Buschhaus-Hotel im Klingenthaler Ortsteil Mühlleithen. Noch in diesem Monat will der Stadtrat denAuftrag zum Abriss der Ruine vergeben.

Für Sie berichtet: Thorald Meisel

Auf der Stadtratssitzung am 29. August soll der Auftrag zum Abriss der Ruine des früheren Buschhaus-Hotels in Mühlleithen vergeben werden. Das kündigte Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) an. Nach seinen Informationen gab es seitens der Eigentümer keinen Einspruch auf die sogenannte Duldungserklärung, auf deren Grundlage der Abriss erfolgen soll. Die auf 90.000 Euro geschätzten Kosten für den Abriss werden 90 Prozent gefördert. Das hatte Frank Lorenz vom Klingenthaler Bauamt zur Juni-Sitzung des Ortschaftsrates mitgeteilt.

Die Tradition des Buschhauses reicht bis 1790 zurück. Aus jenem Jahr stammt die erste Erwähnung einer Rast- und Ausspannstätte für Fuhrleute. An das legendäre Hotel und dessen Finnhütten, in den DefaFilmstars wie Gojko Mitic, Dean Reed und Renate Blume, das Schlager-Duo Monika Hauff/Klaus-Dieter Henkler und anderen Prominente übernachteten, war zuletzt im Januar 2014 Thema der MDR-Sendung "Wo die Promis Winterurlaub machten" gewesen.

Ideal wäre laut Hennig, wenn der Zuschlag für den Buschhaus-Abriss an die Firma gehen würde, die derzeit bereits mit dem Abriss und der Sanierung des Areals der ehemaligen Mundharmonika-Fabrik Seydel im Stadtteil Sachsenberg-Georgenthal beschäftigt ist. Dort ist inzwischen der Abriss bis in den Keller- bereich erfolgt. Wie der Stadtverwaltung dazu informierte, wird die dabei entstandene Baugrube nach Auswertung der Bodenanalysen wieder verfüllt. Danach erfolgen Bodenregulierung und Begrünung.

Das Abbruchmaterial wurde laut Bürgermeister Hennig in den städtischen Lagerplatz in Unterklingen- thal gebracht. Dort wird es geschreddert und anschließend zur Ver- füllung des Areals zurück gebracht. "Ein Schreddern des Materials im Wohngebiet war im Interesse der Anwohner nicht möglich." Bei der Gelegenheit werde auch gleich der Lagerplatz mit hergerichtet.

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