CDU-Chefin in Schöneck

Erstmals hat Annegret Kramp-Karrenbauer jetzt das Vogtland besucht. Die Verteidigungsministerin appellierte an alle klugen Köpfe hierzulande.

Schöneck.

Vogtland-Premiere für die Saarländerin: Annegret Kramp-Karrenbauer war zuvor noch nie in der Region gewesen, wie die Bundesverteidigungsministerin am Samstagvormittag zugab. Eingeladen hatte seine Parteivorsitzende der CDU-Landtagskandidat Andreas Heinz. Er tritt erneut im Oberen Vogtland als Direktkandidat an.

AKK, wie die Politikerin genannt wird, hatte im IFA-Ferienpark in Schöneck übernachtet. Von dort kam sie zu Fuß, um pünktlich 9 Uhr den Startschuss für die 17. Oldtimer-Rallye des Vogtländischen Oldtimerclubs Oelsnitz zu geben. Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Österreich und der Schweiz waren mit 125 Fahrzeugen der Baujahre 1911 bis 1960 angereist. Seit 50 Jahren findet die Veranstaltung im Dreijahres-Rhythmus statt.

Anfang des Monats ist AKK 57 geworden. Das sei ein Alter, "in dem man das Gefühl habe, man ist selbst so etwas wie ein Oldtimer", sagte die Politikerin. Aber es sei genau wie bei den in die Jahre gekommenen Fahrzeugen - was zähle, sei die gute Qualität. Von dieser zeigte sich Kramp-Karrenbauer auch bezüglich der jungen Vogtländer überzeugt. An die "klugen Köpfe, die hier geboren sind", appellierte sie während einer Stippvisite beim Unternehmen GK Software, in der Region zu bleiben.

Nur rund 25 Kilometer von Schöneck entfernt, in Plauen, weilte am Freitagabend der Mann, dessen Parteiausschluss Kramp-Karrenbauer ins Gespräch gebracht hatte: der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen. Obwohl es aus seiner Sicht viel zu besprechen gebe, habe er AKK nicht treffen wollen. Er wolle sich nicht aufdrängen", sagte er auf Nachfrage von "Freie Presse". Maaßen hatten während eines Pressetermins vor einer Koalition der CDU mit den Grünen gewarnt.

Landtagskandidat Heinz wiederum sah einem solchen möglichen Polit-Bündnis gelassen entgegen. Zumindest schließe man die AfD und die Linken als Partner aus. "Und dann gibt es ja bald keine anderen Möglichkeiten mehr", so Heinz.

Auch in Kramp-Karrenbauers Heimat-Bundesland existierte von 2009 bis 2012 eine sogenannte Jamaika-Koalition (bestehend aus Schwarz-Gelb-Grün). Kurz darauf wurde sie saarländische Ministerpräsidentin.

Auch bei GK Software in Schöneck hatte sich AKK im Gespräch mit Firmenchef Rainer Gläß an Umweltthemen interessiert gezeigt. (mit nji)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...