Den Weihrauchduft noch in der Nase

Bad Elsters Altbürgermeister Christoph Flämig hat den Heiligen Berg Athos in Griechenland besucht. Seine Erlebnisse teilte er jetzt mit Zuhörern.

Bad Elster.

Christoph Flämig kann sich als Glückspilz fühlen. Er las in der Zeitung der Thüringischen Landeskirche "Glaube und Heimat" von einer angebotenen, auf acht Personen streng limitierte Reise in die Mönchsrepublik Athos. "Das hat mich sehr interessiert und man bekommt nicht oft die Gelegenheit dafür. Deshalb schickte ich zu einem Stichdatum meine Bewerbung ab - und erhielt eine positive Zusage", so der Elsteraner. Obgleich die Reise schon vor zwei Jahren stattfand, konnte er davon erst jetzt öffentlich berichten - im Rahmen des Montagsforums, das von der Kirchengemeinde viermal im Jahr zu den verschiedensten und stets interessanten Themen organisiert wird.

Wie beeindruckend und faszinierend diese nicht alltägliche Reise für Christoph Flämig war, lässt sich daran ermessen. Er kann sich immer noch sehr gut an den Geruch des Weihrauchs und den Duft des Bienenwachses in den Kirchen erinnern, spürt ihn quasi in der Nase, wenn er daran zurückdenkt. Unvergessen auch die völlige Kontemplation der orthodoxen Mönche, die Christoph Flämig unter anderem in den besuchten Klöstern Vatopedi und Pantokatoros erlebte: "Es gibt in der Republik 20 Klöster, so ist es seit jeher festgelegt. Pro Tag haben nur zwölf Nichtorthodoxe Zutritt. Die Mönche leben in einer Selbstverwaltung und haben sogar eine eigene Rechtsprechung. Für sie gibt es nur die Liturgien und tägliche Arbeit auf Weinbergen und in Garten. Das alles strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, und wer sie miterlebt, auf den überträgt sie sich."


Christoph Flämig zeigte den zwei Dutzend Zuhörern beeindruckende 100 Fotos, zumeist von der urwüchsigen Landschaft der 300 Quadratkilometer großen Halbinsel mit dem 2033 Meter hohen Berg Athos als Blickfang und der rustikalen Architektur der Gebäude. "Ich hätte auch gerne in den Klöstern und die Mönche fotografiert, aber das ist strengstens verboten." Flämig trat die Reise allein an. Seine Gattin musste derweil daheim bleiben, denn für Frauen ist der Zugang in die Mönchsrepublik ein absolutes Tabu.

Das nächste Montagsforum findet am 1. Juni um 19.30 Uhr im Gemeindesaal statt. Martin Schwarzenberg spricht zu "Bad Elsteraner Kirchengeschichte(n)".

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