Der Opa stachelte ihn einst zum Züchten an

Am Wochenende fand in Tirpersdorf die Lokalschau des Geflügelzüchtervereins statt. Gezeigt wurden 311 Tiere.

Tirpersdorf.

An den Bewertungen der Preisrichter ist nicht zu rütteln. Qualität versehen sie beispielsweise mit Bemerkungen wie "Brustfülle gut", "komplexe Form" oder "hochrassiger Gesamteindruck", auf Reserven in der Zucht wird mit "glatter in der Halsform", "Brust eine Idee voller" oder "Ohrenscheiben feuriger" hingewiesen. Sowohl die einen als auch die anderen Einschätzungen waren bei der Tirpersdorfer Lokalschau auf den Bewertungszetteln zu lesen, was bedeutete: für diese Züchter Anerkennung, für jene Ermutigung. "Insgesamt gesehen, war 2018 ein erfolgreiches Jahr für uns. 311 Tiere in dieser Rassenvielfalt muss man für eine Lokalschau erst einmal zusammenbekommen", befand auch Thomas Rentsch von der Ausstellungsleitung.

Grund zur Freude hatte zum wiederholten Male Dieter Mierendorf als Vereinsmeister auf seine Niederländischen Schönheitsbrieftauben blaufarbig. Zwar rechnete sich der 71-Jährige im Vorfeld auch für seine Zwerg-Wyandotten, mit denen er bei der Kreisschau im November in Oelsnitz noch Vizemeister geworden war, etwas mehr aus, trug ihre Nichtprämierung jedoch mit einem Lächeln: "Die Bewertung hängt immer auch von den Preisrichtern ab. Aber ich muss zugeben, dass 'Niederlagen' schwer zu verkraften sind." Dieter Mierendorf ist kein verbissener Züchter, nichtsdestotrotz aber ein ehrgeiziger und bezeichnet sich selbst als "verrückt". Mit dem Züchten begann er schon im Kindesalter, wurde damals angestachelt von seinem Opa. "Als ich 20 war, schloss ich mich einem Verein an. Erst in Stöckigt, jetzt bin ich im Droßdorfer und im Tirpersdorfer Verein." Wie viele Pokale sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten bei ihm daheim ansammelten, kann er beim besten Willen nicht sagen. Zu den wertvollsten Ehrungen gehören auf jeden Fall jene von vor zwei Jahren bei der Lipsia in Leipzig.

Ergebnisse Vereinsmeister Wassergeflügel/Hühner: 1. Klaus Köchel (Seidenhühner weiß), 2. Lea Prager (Zwergenten weiß), 3. Hartmut Rudert (Warzenenten wildfarbig). Zwerghühner: 1. Siegfried Rentsch (Deutsche Zwerglangschan schwarz), 2. Hartmut Schätzer (Zwerg-Wyandotten blau), 3. Gabriele Schätzer (Zwerg-Wyandotten lachsfarbig). Tauben: 1. Dieter Mierendorf (Niederländische Schönheitsbrieftauben blaufarbig), 2. René Pöhler (Texaner rotfahl), 3. Joachim Prager (Deutsche Langschnäblige Tümmer). Die Preisrichter vergaben fünf Mal das Prädikat "Vorzüglich" und 20 Mal "Hervorragend". (eso)

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