Dirigent Karel Hajek verstorben

Enge Zusammenarbeit mit Klingenthaler Orchester

Graslitz/Kraslice.

Im Alter von 90 Jahren ist am Donnerstag Karel Hajek (Foto) verstorben, 44 Jahre lang Dirigent des legendären Amati-Orchesters aus der Klingenthaler Partnerstadt Graslitz/Kraslice. Der gebürtige Prager hatte stets einen guten Draht nach Klingenthal, zu seinem langjährigen Freund, dem Stadtmusikdirektor Herbert Fischbach, und auch zu Rico Schneider, als dieser als Kapellmeister des Stadtorchesters seine musikalische Laufbahn in Klingenthal begann. Bei den Jahresabschlusskonzerten des Stadtorchesters 2005 in der Aula des Schulzentrums am Amtsberg hatte Hajek den ihm komponierten Walzer "Basen leta" zur ungewöhnlichen Version von "Rosamunde" und vor allem Melodien des Koliner Stadtkapellmeisters Frantisek Kmoch dirigiert. Das Publikum war begeistert. Auch 2007, als das Stadtorchester Klingenthal in der Musikhalle Markneukirchen sein Jahresabschlusskonzert gab, wechselten sich Schneider und Hajek am Dirigentenpult an.

Dass Karel Hajek viel an der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Klingenthal und Graslitz/Kraslice lag, zeigte auch sein Engagement für die Reihe "Musikalischen Schatzkästlein", für die er namhafte tschechische Musikerinnen wie Helena Vackova oder Pavlina Plechacova gewinnen konnte. (tm)

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