Dreimal Ebbe an der Pirk

Um neun Meter muss der Wasserspiegel jetzt für Wartungsarbeiten an der Staumauer abgesenkt werden. Die nächste Trockenzeit steht schon fest.

Niedrigwasser an der Talsperre Pirk: Bis Dezember liegt der Stausee fasttrocken. 2019 soll wieder Wasser abgelassen werden.

Für Sie berichtet: Nicole Jähn

Der in die Talsperre Pirk eingespülte Schlamm durch das Hochwasser der Weißen Elster im Mai soll nächstes Jahr wieder raus. Die Landestalsperrenverwaltung plant die Sedimentberäumung der Vorsperre Dobeneck bereits für 2019, wie Gerd Zobel als zuständiger Betriebsleiter für den Bereich der Weißen Elster gestern auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigte.

Die Arbeiten, für die wie aktuell das Wasser abgelassen werden muss, sollen erst nach Ende der Tourismus-Hauptsaison im Herbst starten. Schon das Juni-Hochwasser von 2013 hatte viel Schlamm in die Pirk gespült. Die Arbeiten waren deshalb bereits vor der jüngsten Flut geplant. Nun sollen sie ein Jahr früher starten. Ein Knackpunkt sind die geplanten Arbeiten am Damm zum Vogelschutzbecken, die mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden müssen. Als schonendstes Verfahren wird seitens der Behörde der Einsatz von Schwimmbaggern empfohlen. "Wir müssen schauen, wie wir das mit den Kosten vereinbaren", sagte Zobel dazu. Das Verfahren sei noch nicht spruchreif. Es laufen Abstimmungen.

Auch aus dem Vorbecken Moritzbach soll der Schlamm raus, allerdings erst im Herbst darauf. "Beides parallel schaffen wir zeitlich nicht", sagte Zobel auf Nachfrage. Damit wäre dann den dritten Herbst in Folge Ebbe an der Pirk.

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