Ein goldener Pflasterstein als Dankeschön

Die Straße saniert, der lang ersehnte Fußweg fertig: Die Feier in Süßebach konnte gestern auch ein Unfall nicht stoppen.

Süßebach.

Große Erleichterung in Süßebach: Der jahrelange Kampf um einen Fußweg in der Ortsdurchfahrt ist mit der offiziellen Übergabe gestern gewonnen. Zugleich wurde seit dem Sommer die Staatsstraße saniert. Dass das geklappt hat, liegt nach den Worten von Eichigts Bürgermeister Christoph Stölzel vor allem an zwei Dingen: an der Arbeit der Bauleute der Schönbrunner Firma UTR und dem großen Verständnis der Anlieger für Baustellen, Sperrungen, Umleitungen. Besonders hart hatte es das Hofgut Eichigt getroffen - der Agrarbetrieb musste das Futter von den Feldern um Magwitz auf weiten Umwegen zu seinen Stallanlagen transportieren.

Den alten Spruch, wonach Scherben Glück bringen, hatte der Bürgermeister am Morgen etwas zu wörtlich genommen. Gerade noch hatte er am Telefon die Blitzeiswarnung aus dem Landratsamt vernommen, da stürzte er, in der Hand das Keramiktablett mit dem Schnittchen für die Einweihungsfeier. An den Scherben schnitt sich Stölzel die linke Hand auf, musste verbunden werden. Schnittchen gab es später doch in der Garage des Süßebachers Thomas Pilz - und Stölzels Kopf war augenscheinlich heil geblieben, denn zur Einweihung sprühte er schon wieder vor Euphorie. "Hier ist ein Fußweg entstanden, wie man ihn weit und breit nicht wieder findet. Die Bauleute haben supertolle Arbeit geleistet. Man kann nicht auf alle Vogtländer stolz sein, aber auf solche", lobte der Bürgermeister. Er hatte ein Dankeschön parat - in Anspielung darauf, dass das Baugebiet laut Stölzel als archäologische Schutzzone eingestuft wurde. "Wir haben keine prähistorischen Pfahlbauten, keine korinthischen Kapitelle und keine Silberlöffel aus der Rokokozeit gefunden - aber das da", so Stölzel und übergab an UTR- Polier Tino Marx einen goldenen Pflasterstein. Das Wort "toll" wählte Stölzel für die Arbeit von Planer Jens Persing aus Oelsnitz und das Miteinander mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Mit beiden ist ein weiteres Projekt im Blick - der Fußwegbau auf der Höhe in Eichigt.

Der Bau in Süßebach kostete knapp 900.000 Euro, davon der Gehsteig 465.000 Euro. Damit Mehrkosten gegenüber der geplanten Summe gefördert werden, dafür kurbelte im Hintergrund CDU-Landtagsabgeordneter Andreas Heinz mit Hartmut Mangold, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

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