Eltern wollen Petition an Landtag schreiben

Ziel ist die Erhöhung der Sicherheit im Schulbus

Schöneck. Mit einer Petition an den sächsischen Landtag wollen Eltern erreichen, dass die Sicherheit in Schulbussen verbessert wird. Das ist die Bilanz eines Bürgerforums, das am Donnerstagabend in Schöneck stattgefunden hat. Darüber hinaus wolle man sich für Verkehrshelfer und Schulbusseminare einsetzen. Die Stadt Schöneck habe sich bereit erklärt, Haltestellen künftig besser zu sichern. Schüler aus den umliegenden Dörfern Schönecks möchte man mit einem Sammeltaxi extra in die Schule bringen, um mehr Sitzplätze im Schulbus nach Markneukirchen zu schaffen. So fasste Andrea Roth (Linkspartei) die Ergebnisse des Bürgergesprächs zusammen.

Die Landtagsabgeordnete aus Tannenbergsthal hatte mit dem Vorsitzenden des Kreiselternrates Lutz Mothes Eltern, Schüler und Lehrer sowie Vertreter der Stadt Schöneck, des Schulverwaltungsamtes, der Polizei, der Verkehrswacht und der Busunternehmen zu dem Forum eingeladen, um über die Sicherheit im Schülertransport zu diskutieren.

Anlass dafür war der Unfall einer Schülerin des Gymnasiums Markneukirchen. Im Januar war dem zehnjährigen Mädchen an der Haltestelle Kirchplatz in Schöneck ein Bus über den Fuß gefahren. Im Gedränge war das Mädchen vor den Bus geraten, der Busfahrer konnte nicht mehr reagieren. Die Schülerin erlitt einen Bruch, der operiert werden musste. Weiterer Beweggrund des Zusammentreffens war die Sitzplatzkapazität im Schulbus von Schöneck nach Markneukirchen. Um diesen Punkt entbrannte unter den 60 Anwesenden eine gut zwei Stunden andauernde Diskussion.


"In den vergangenen zwei Jahren war es noch nie so schlimm wie jetzt", schilderte Schülerin Mandy Fischer die Situation. Die Busse, die eingesetzt werden, seien oft viel zu klein, viele Schüler müssten stehen. Auf der kurvenreichen Strecke nach Markneukirchen sei das zu gefährlich, sagen Eltern und Schüler. 69 Kinder aus Schöneck und den umliegenden Dörfern haben einen Jahresfahrausweis für den Schulbus. Einen Anspruch auf einen Sitzplatz haben sie nicht. 45 bis 55 Sitzplätze und mindestens 20 Stehplätze hat ein Bus auf der Linie T-29 nach Markneukirchen. Dass nicht täglich alle 69 Schüler mit dem gleichen Bus in die Schule fahren, wissen Eltern und Schüler.

"Mal steht keiner, und mal stehen 15 Schüler auf der Fahrt", erläuterte Schülersprecherin Damaris Trommer. "Aber schon das reicht aus, dass an den Haltestellen gedrängelt wird. Jeder will einen Sitzplatz." Die Schülersprecherin schlug vor, dass die zwölf Schüler, die derzeit von umliegenden Dörfern mit zwei Sammeltaxen nach Schöneck zum Schulbus gefahren werden, mit den Taxen direkt in die Schule gebracht werden. So hätte man im Bus nur noch 47 satt 69 Schüler zu befördern. Wolfgang Bauer vom Schulverwaltungsamt des Vogtlandkreises will sich für die Umsetzung dieses Vorschlages einsetzen.

Die zentrale Forderung von Eltern und Schülern bleibt langfristig ein zusätzlicher Bus auf der Strecke Schöneck-Markneukirchen und ein Sitzplatz für jeden Schüler. Verkehrshelfer in Bussen und an Haltestellen sowie Schulbusseminare, in denen das richtige Verhalten im Bus gelehrt wird, hielten die Teilnehmer des Bürgerforums ebenfalls für begrüßenswert.

Problem bleibt die Finanzierung dieser Vorhaben. In einer Petition an den Landtag wollen die Eltern fordern, dass mehr finanzielle Mittel für den Schülertransport aufgewendet werden, um die Sicherheit im Schülerverkehr zu erhöhen.

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