Entscheidung: Busse fahren weiter über Ährenfeld

Stadt, ÖPNV und Busbetrieb halten an bisheriger Umleitung fest - Neue Strecke für Leerfahrten wird geprüft

Oelsnitz.

In Oelsnitz wird an der bestehenden Busumleitung für die gesperrte B 92 festgehalten. Es bleibe bei der Strecke, sagte der Geschäftsführer des Plauener Omnibusbetriebs, Thomas Schwui, auf "Freie Presse"-Anfrage. Am Montag hatte es zum vom Umfahrungsverkehr stark betroffenen Wohngebiet Ährenfeld einen Termin vor Ort mit Stadtverwaltung, Fraktionschefs im Stadtrat, Polizei und der Verkehrsbehörde des Vogtlandkreises gegeben.

Als Dienstleister stehe der Plauener Omnibusbetrieb hinter der gewählten Umleitungsstrecke und unterstützte diese. Abgestimmt wurde die Strecke über den Unteren Görnitzer Weg durch die Verkehrsbehörde der Stadt und den Verkehrsverbund Vogtland. Letzterer hat sich zu den Ergebnissen der Beratung auf Anfrage bisher nicht geäußert. Gesprächsbereitschaft signalisierte Thomas Schwui zu von Anwohnern kritisierten Bus-Leerfahrten durchs Wohngebiet. "Wir werden diesbezüglich nochmals überprüfen, ob es möglich ist, diese über Raasdorf zu führen. Klassische Leerfahrten, die auch als solche gekennzeichnet sind, dürfte es nur sehr wenige geben. Ich geben von maximal drei bis fünf pro Tag aus", so Schwui.

Die Polizei wollte zu Ergebnissen der Beratung zur Verkehrssituation nichts sagen. "Die Polizei ist dabei lediglich als Berater involviert", verwies Sprecher Christian Schünemann an die Stadt. "Es wurde festgestellt und durch Ermittlungen beziehungsweise Messungen von Polizei und Ordnungsamt belegt, dass nicht vordergründig überhöhte Geschwindigkeit, sondern vielmehr die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge zu Problemen führen", teilte OB Mario Horn (CDU) auf Anfrage mit. Es seien in der Beratung Ergebnisse erzielt worden, die zur Beratung mit Anwohnern vorgestellt werden, sagte Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank.

Mit welchen Vorschlägen die Stadt in die für den 2. Juli einberufene Bürgerrunde geht, sagte der OB nicht. Es solle unter verschiedenen Ansätzen eine Maßnahme festgelegt werden, die dann sofort umgesetzt werde, so das Stadtoberhaupt, "stets in enger Kommununikation sowohl mit beteiligten Behörden als auch mit Anwohnern". Ulrich Lupart (AfD), zweiter Vize des OB, ließ eine "Freie Presse"-Anfrage zu den Ergebnissen der Beratung unbeantwortet.

An der auf neun Tonnen begrenzten Brücke Unterer Görnitzer Weg, über die die Busse rollen, wurden Belag ausgebessert, Leitschienen und Baken zur Fahrbahneinengung gesetzt, sagte Horn zur ersten Brückenprüfung im Februar. Ob sich bei den monatlichen Prüfungen der Brückenzustand verschlechtert habe, beantwortet Horn indes nicht. (hagr)

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