Ex-Kolonnadencafé wandelt sich zu Haus für Therapie und Fitness

Das Gebäude am Kurpark in Bad Brambach wurde grundlegend umgebaut. Auch zum Radon-Millionenprojekt gibt es Neues.

Bad Brambach.

Das einstige Kolonnadencafé am Kurpark von Bad Brambach wird Mitte Januar als Therapie- und Mehrzweckgebäude der Sächsischen Staatsbäder GmbH mit integriertem kleinen Fitnesscenter wiedereröffnet. Das sagte Geschäftsführer Gernot Ressler der "Freien Presse". Nach einer vollständigen Entkernung mit anschließendem Umbau ist das Gebäude nicht mehr wiederzuerkennen. Die Investitionssumme erreicht den Millionenbereich.

Moderne und lichtdurchflutete Räume warten auf ihre Nutzung. Kurgäste und Einheimische sind dabei gleichermaßen als potenzielle Nutzer angesprochen. Für Einheimische interessant ist der Trainings- und Fitnessparcours mit zwei Dutzend Geräten. Die Besonderheit dabei: Das Areal, zu dem auch Umkleiden gehören, ist vom vorderen Gebäudeteil abgetrennt und kann via Hintereingang unabhängig von Öffnungszeiten genutzt werden. Notwendig ist eine vorherige Registrierung. Ist diese erfolgt, wird der elektronische Schlüssel ausgehändigt. Auch individuelle Trainingsprogramme sind möglich. Digitaltechnik lotst Freizeitsportler durch den Parcours. Der Bereich wird durch Kameras überwacht.

Weiteres Herzstück der neuen Kolonnaden ist ein größerer Multifunktionsraum, der sich etwa für Gymnastikgruppen eignet. An der Rückseite des Hauses gibt es einen Bereich für Physiotherapie mit abtrennbaren Räumen. Am Haupteingang treffen Gäste zunächst auf einen Empfangstresen mit Möglichkeiten für die Therapieplanung.

Neben dem eigentlichen Gebäudeumbau beschreibt Gernot Ressler die Umfeld-Arbeiten als besondere Herausforderung. Die Be- und Entwässerung des Gebäudes musste komplett erneuert werden - in der Heilquellenschutzzone besonders aufwendig. Auch der Hang hinter den Kolonnaden erwies ich als instabiler Problemfall. Die Arbeiten kosteten viel Zeit und Geld.

Und wie steht es um das geplante Radon-Therapiezentrum? Nach dem symbolischen Spatenstich für das Millionenprojekt im Sommer sind bislang nur vorbereitende Arbeiten erfolgt. Doch die hatten es in sich, wie Ressler berichtet. Bei der genauen Untersuchung des Baugrunds im Sommer wurde festgestellt, dass sich auf dem Grundstück ein Leit- und Steuerungskabel der Bahnstrecke befindet. "Kein Mensch hat das gewusst", sagt Ressler. Auch im Grundbuch, wie in solchen Fällen üblich, sei nichts eingetragen gewesen. Die schnelle Umverlegung des Kabels durch die Bahn habe sich als Kraftakt für alle Beteiligten erwiesen, so der Staatsbäder-Chef. Auch ein Trafohäuschen stand im Weg. Es musste neu gebaut werden, damit der eigentliche Bau im Frühjahr starten kann.

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