Festival facht Vorfreude auf Jubiläum an

Die 19. Auflage von "Mundharmonika live" ist Geschichte. Nun geht der Blick schon voraus zum September 2020.

Klingenthal.

Gegen 13 Uhr hatte sich am gestrigen Sonntag das Festzelt fast geleert. Für Organisationschef Karsten Meinel kam da die Zeit zum Durchatmen, denn der Vormittag bot noch einmal ein volles Programm. Den Auftakt machte 10 Uhr der Mundharmonika-Gottesdienst im Festzelt. 11.30 Uhr folgte die Offene Bühne, wo mit Steffi Sander und Jürgen Just auch zwei Klingenthal auftraten, zeitgleich in der Alten Schule der Abschied der Blueser. Es war der Abschluss eines Festivals, das wieder Maßstäbe setzte.

"Es hat alles wunderbar geklappt", zog Karsten Meinel eine erste Bilanz. Allein die Livenacht am Samstagabend mit Musik in zehn Lokalitäten zwischen Mühlleithen und Zwota dürfte an die 1500 Besucher angelockt haben. Das wäre ein neuer Rekord für das Festival. Gut angenommen wurde nach seinen Worten dabei auch der traditions- reiche "Gambrinus".

Die Veranstaltungen des Festivals waren generell gut besucht, angefangen vom Eröffnungsabend am Mittwoch im Ferienhotel Zwotatal mit dem Petra-Börnerova-Trio und Charlie Slavik. Beim Heimspiel vom Jürgen Just und Freunden am Donnerstagabend platzte der Saal vom Gasthof zum Walfisch fast aus den Nähten. Die Mundharmonika-Uhus, die vor Wochenfrist erstmals erfolgreich in Trossingen aufgetreten waren, standen dabei mit den Spatzen auf der Bühne - wie auch am Samstag beim Familiennachmittag im Festzelt, der ebenfalls große Resonanz fand.

Beim Seydel-Open-Wettbewerb am Freitag, den Christian Vogt aus Heilbronn gewann, beteiligten sich über 100 Besucher am Zuschauer- voting. Auch das ist eine bemerkenswert hohe Zahl.

Wieder ein Anziehungspunkt war am Samstagvormittag die Mundharmonika-Manufaktur C. A. Seydel Söhne. Dutzende Besucher nutzten dabei die Möglichkeit, sich über die Herstellung der Instrumente zu informieren, und schauten den Mitarbeitern neugierig über die Schultern. Mehr als ein Dutzend Festivalgäste unternahm zeitgleich auf dem erst vor wenigen Tagen eingeweihten Tafelweg eine Tour zur Mundharmonikageschichte - mit musikalischen Einlagen am Meiselteich und auf dem Höhenzug zwischen Klingenthal und Brunndöbra. Ein besondere Kulisse im Sonnenschein bot dabei der Aschberg.

Ein Anziehungspunkt war das Galakonzert mit René Giessen in der Aula des Schulzentrums am Amtsberg, die fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Der Musiker und Komponist hatte im Rahmen des Festivals erstmals auch einen der Master-Workshops gehalten. René Giessen gekündigte außerdem an, sich auch in den nächsten Jahren beim Festival engagieren zu wollen.

Für Karsten Meinel und den Verein, der "Mundharmonika live" organisiert, ist nach dem Festival gleich vor dem Festival. Denn die 20. Auflage im September 2020 soll natürlich etwas ganz Besonderes für Klingenthal und die Fans der Mundharmonika werden. Erste Idee gibt es schon. In den nächsten Wochen und Monaten soll daraus ein attraktives Programm werden.

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