Feuerwehr: Auf Großeinsatz folgt Gaudiwettstreit

Das Stadt- und Gewerbefest in Adorf lockte zahlreiche Besucher an. Höhepunkt war das Truckziehen - besonderen Applaus bekamen dabei die Floriansjünger.

Adorf.

Wer Geduld und stramme Waden hatte, deshalb die vielen Stufen hinauf zur Plattform des Rathausturmes nicht scheute, der hatte erstens einen wunderbaren Blick über die Stadt und auf die Umgebung und konnte zweitens nicht übersehen, welch ein Treiben auf dem historischen Markt herrschte. Was natürlich am herrlich spätsommerlichen-frühherbstlichen Wetter lag, aber auch an unterhaltsamen Darbietungen den ganzen Nachmittag über. Die Adorfer Blasmusikanten sorgten für Kurzweil und Stimmung, ebenso die Trommelgruppe DRUMherum, Jungen und Mädchen der Kita "Zwergenvilla". Gastronomisch an diversen Ständen bestens versorgt, ließ es sich so locker auf den Bänken und unter den Sonnenschirmen aushalten.

Ein Höhepunkt im Programm war der vom Gewerbeverein ins Leben gerufene Wettbewerb "Alle ziehen an einem Strang". Mit dem Kleintierzüchterverein, dem Schnauzerclub, der Freiwilligen Feuerwehr, einem Team vom Adorfer Open Air und dem Organisator hatten sich fünf Mannschaften für den Gaudi-Muskelwettbewerb angemeldet: Ein tonnenschwerer Laster sollte per Seil 20 Meter in möglichst kurzer Zeit gezogen werden. Besonders viel Beifall und aufmunternde Anfeuerung von den Schaulustigen rechts und links der Gladiatorenpiste bekamen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Sie hatten kaum Zeit zum Verschnaufen, denn in den frühen Morgenstunden mussten sie zum Großeinsatz beim Brand der früheren Wetzstein-Brauerei in Oelsnitz ausrücken - Hochachtung davor. Mit einem Sonderapplaus wurden auch angehende Mediziner begrüßt und angestachelt. In den vergangenen Tagen waren sie im Rahmen einer Sommerakademie im Oberland unterwegs, um in ihr eventuell zukünftiges Arbeitsgebiet hineinzuschnuppern. Kurz entschlossen meldeten sie sich - verstärkt durch Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) - für den Wettbewerb an, um eine andere, prägende Seite der Region hautnah kennenzulernen - statt nur Kliniken und Musikinstrumentenbau.

Der Gewerbeverein griff als Erster zum Seil, setzte mit 17,4 Sekunden eine passable Duftmarke und verzichtete allerdings auf einen weiteren Versuch. Den "Zug" um den Wanderpokal machte also ein Quintett unter sich aus. Die Nase vorn hatte am Ende der Schnauzerclub (9,75 Sekunden), vor der Freiwilligen Feuerwehr (10,31), den Kleintierzüchtern (10,38), den Medizinstudenten (10,63) und dem Adorfer Open Air (12,97).

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