Finanzlage in Krisenzeiten: Kurort schlägt sich wacker

Coronabedingte Auswirkungen in Bad Brambach bei Elternbeiträgen und Steuern - Investitionen stehen noch an

Bad Brambach.

Das Virus hat Bad Brambach durchgeschüttelt, aber nicht aus der Spur geworfen: Constanze Wünsche, die Kämmerin der Gemeinde, hat in ihrer Bilanz zum Halbjahr 2020 durchaus Optimismus verbreitet. "Trotz Corona einigermaßen sicher", lautet ihr Resümee zum Stand der Kurortfinanzen.

Die Auswirkungen der Pandemie sind dennoch erheblich: Bei den Gewerbesteuern ist es ein Minus von 74.700 Euro. Wegen der zwei Monate geschlossenen Kita fehlen bei den Elternbeiträgen 15.700 Euro, durch die zwischenzeitliche Schließung der kommunalen Musikschule sind es 2400 Euro. Weitere 2400 Euro liefen als Zusatzausgaben für den Infektionsschutz auf. Zu Gute kommt Bad Brambach in der aktuellen Situation, dass Großinvestitionen momentan kein Thema sind, Vorhaben noch nicht genehmigt oder verschoben sind. Sehr kleinteilig fällt die Habenseite in Bad Brambach 2020 aus: Zwei Spielgeräte für das Freibad, die in diesem Monat gestartete Gewässer-Instandhaltung, neue Möbel, Sonnenschutz sowie Digitalisierung in der Grundschule, ein Geschirrspüler für den Hort. Für den Bauhof steht der Bau einer Halle an. Arbeiten im Freibad, die die Gemeinde zwischenzeitlich auf dieses Jahr vorziehen wollte, kommen nun aus finanziellen Gründen erst wie geplant 2021. Geduld gefragt ist bei drei weiteren Projekten. Der Abriss des alten Schafstalls in Schönberg liegt zur Genehmigung im Landratsamt, informierte Wünsche. Der Umbau des Buswartebereichs Raun ist noch nicht in vollem Umfang genehmigt. Und bei der neuen Straßenbeleuchtung Hohendorf nimmt die Gemeinde in der nächsten Förderrunde einen neuen Anlauf. (hagr)

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