Firmen profitieren von Internetoffensive

Sachsens Wirtschafts- sekretär Stefan Brangs hat gestern Mittag Fördermittel über 1,1 Millionen Euro an die Städte Bad Elster und Adorf übergeben.

Mühlhausen.

Bad Elsters Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) strahlte gestern über das ganze Gesicht, als wäre er beim Kindergeburtstag besonders reich beschenkt worden. Es gab tatsächlich was: 1,1 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau in Bad Elster und Adorf - aber die Fördermittel wurden gestern nicht in Gönnermanier ausgereicht, und Sachsens Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs gab sich auch alle Mühe, nicht in der Rolle des Dresdner Geld-Onkels aufzutreten. Nein, der 52-Jährige wollte genau wissen, wo denn das Geld von Bund, Land und Kommunen für das schnelle Internet ankommt und gebraucht wird. Die Ministerialen hatten für den Längsten in Sachsens Regierung (2,04 Meter) eine Firma herausgesucht, die bisher selten im Rampenlicht stand: die Steinel Metall und Kunststoff System im Elsteraner Ortsteil Mühlhausen.

Der Betrieb mit 90 Mitarbeitern und einem für dieses Jahr angepeilten Jahresumsatz von 9,2 Millionen Euro setzt auf die digitale Offensive - "Freie Presse" wird darüber morgen noch ausführlich berichten. Dafür ist eine leistungsfähige Internetverbindung lebensnotwendig. Bisher liegen 50 Megabit pro Sekunde an, "das ist mehr als bei mir daheim in der Oberlausitz", meinte Brangs. Dennoch: Mit dem Internetausbau in Bad Elster wird es mehr. Die Stadt wird große Teil der Stadt und mit Adorf die verbindende Elsterstraße im Eigenausbau erschließen, die Versorgung der Ortsteile Sohl und Mühlhausen ebenfalls verbessern.


Den Besuch von Brangs nutzte Adorfs Bürgermeister Rico Schmidt (SPD), um bei ihm nachzuhaken, ob sich beim Internet-Ausbau in Adorf selbst in Eigenregie der Telekom nicht mehr Dampf machen lässt.

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