Gäste in Wohlbach willkommen

Das Rüstzeitheim in Wohlbach nennt sich jetzt Gästehaus "Zum guten Hirten". Warum nach Renovierungsarbeiten Hausverwalter Gabriel Solarek mehr Besucher ins Haus locken will.

Wohlbach.

Mit einer Andacht von Superintendentin Ulrike Weyer ist das Rüstzeitheim in Wohlbach offiziell in den Namen Gästehaus "Zum guten Hirten" umbenannt worden. Das Haus an der Oberen Dorfstraße 17, welches seit 1950 als Rüstzeitheim für junge christliche Menschen ein Ort der Begegnungen war und immer noch ist, soll mit dem neuen Namen mehr Gäste anlocken.

Laut Hausverwalter Gabriel Solarek wurde die Einrichtung mit ihren 42 Betten in der Vergangenheit überwiegend an Wochenenden belegt. Dies soll sich nun ändern. "Unsere Gäste kamen zwar aus ganz Deutschland, aber unter der Woche war hier bis jetzt wenig los. Wir wollen mehr Schulklassen, Familien und Urlauber ansprechen und dazu auch extra verschiedene Workshops und kreative Angebote schaffen", so der Hausverwalter. Außerdem sollen über der christlichen Zielgruppe hinaus weitere Gäste angesprochen werden.

Die Namensänderung soll dazu ein erster Schritt sein. Denn: "Mit dem Begriff ,Rüstzeitheim' können heutzutage nur noch wenige etwas anfangen. Deshalb wollten wir das Haus umbenennen", so Gabriel Solarek. Dieser Schritt bedeutet für die Einrichtung auch, sich gegenüber einer neuen Zielgruppe zu öffnen.

In Ihrer Andacht machte Superintendentin Ulrike Weyer deutlich, welche Bedeutung und Funktion ein Gästehaus in dieser Hinsicht hat. "Gastfreundschaft ist eine christliche Tugend und ein alter Brauch wo es gilt, sich auch dem Fremden gegenüber zu nähern." Der christliche Charakter soll aber nicht verloren gehen. Nach wie vor werde das Haus den christlichen Charakter pflegen.

Laut Gabriel Solarek war das Gebäude, welches in den 1980er Jahren durch die anliegende umgebaute Scheune erweitert wurde, zu DDR-Zeiten ein Zufluchtsort für christliche Gruppen, wo im weitesten Sinne Jugendarbeit durchgeführt wurde. "Jugendarbeit wurde damals vom Staat gemacht und nicht in den Kirchgemeinden. Das Haus war eine Möglichkeit für junge Christen, hier den Glauben spürbar zu erleben", erklärt er.

Das Gästehaus wurde im Vorfeld der Namensumbenennung an einigen Stellen saniert, auch Zufahrtswege sind hergerichtet und auch eine neue Küchenausstattung hat Einzug gehalten. "Wir wollen uns damit dem neuen Standard anpassen", zeigt Solarek auf.

Die Gesamtkosten betrugen 140.000 Euro, davon wurden 76.000 Euro vom Kommunalen Sozialverband gefördert und 40.000 Euro kamen von der Landeskirche plus 5000 Euro Eigenleistung. Gebaut haben vogtländische Firmen.

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