Gedenktafel würdigt Pionier des Rettungswesens aus dem Vogtland

Schönberg bei Bad Brambach.

In Sachsens südlichstem Ort ist am Sonntagnachmittag eine Gedenktafel für Siegfried Steiger, den Pionier des deutschen Rettungswesens, enthüllt wurden. Anlass ist der bevorstehende 90. Geburtstag Steigers, der am 15. Dezember 1929 in einem der Schönberger Zollhäuser geboren wurde. Steiger und seine Frau hatten 1969 nach dem Unfalltod ihres Sohnes Björn die Björn-Steiger-Stiftung begründet. Der Sohn war gestorben, da der Krankenwagen erst eine Stunde nach dem Unglück am Unfallort war. Für eine schnellere, bessere und effektivere Nothilfe setzte die Stiftung unter anderem die bundesweiten Notrufnummern 112 und 110, Notrufsäulen am Straßenrand, 24-Stunden-Notarztsystem sowie Rettungswagen rund um die Uhr durch. Auch der Sprechfunkstandard im Rettungsdienst, das Berufsbild des Rettungssanitäters, Baby-Notarztwagen sowie die Luftrettung mit Gründung und Finanzierung der ersten zivilen Luftrettungsorganisation gehen auf Initiativen der Familie Steiger zurück. Die Gedenktafel wurde in Anwesenheit von Rettern der Feuerwehren, DRK und Bergwacht durch Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn-Steiger-Stiftung, und Bad Brambachs Bürgermeister Maik Schüller enthüllt. Siegfried Steiger selbst zeigte sich in einer Videobotschaft sehr gerührt und bedankte sich herzlich. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er zur Ehrung im Vogtland nicht anwesend sein.

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