Gehweg-Lücke im Urlauberzentrum ärgert

Entlang der Klingenthaler Straße in Schöneck fehlt auf einem erheblichen Stück der Bürgersteig. Das soll sich jetzt ändern.

Schöneck.

Wer entlang der Klingenthaler Straße in Schöneck von der Stadt zum Ferienzentrum an der Hohen Reuth läuft, hat ein Problem. Denn zur Bushaltestelle, zum Kreisverkehr und zum Hotel Tannenhaus fehlt ein Stück Fußweg. Der Gehweg endet nach der Wohnbebauung vor dem kleinen Wald. "Ich treffe viele Urlauber und Touristen, die fast todesmutig am Straßenrand zur Stadt laufen und zurück. Es wäre von großem Vorteil, wenn man diese 200Meter Straßenrand an den Bürgersteig anbinden würde. Hier wird von den Kraftfahrern die Strecke oft als Rennstrecke benutzt und das kleine Stück Wald dazwischen schon als Ortsausgang gesehen", erklärt der Schönecker Ralf Edler, als Nachtwächter und Autor unter anderem der Volksstücke zur Kirmes bekannt. Er wandte sich bereits am 22. März an Landrat Rolf Keil (CDU) mit der Bitte, Abhilfe zu schaffen.

Zwar ist die Straße keine Kreisstraße, doch mit seinem Vorstoß rennt Edler bei der Stadt Schöneck offene Türen ein. "Wir sind mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Gespräch, inwieweit der Fußweg hier ergänzt werden kann", so Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU). Zwar kommt man zu Fuß aus Richtung Meiler nach Straßenüberquerung über den Bahnhaltepunkt zum Ifa-Ferienpark. Doch zum Kreisverkehr an der Kreuzung Ifa-Ferienpark/Tannenhaus/Kärrnerstraße ist das nicht der Fall. Der Kreisel ist ein wichtiger Einstieg ins Wander- und Radwegenetz. Auch zum Hotel Tannenhaus fehlt ein Stück Gehweg. Wer häufiger die Straße nutzt, erlebt es, dass diese Stellen tatsächlich von Fahrern oft nicht als innerorts und Tempo 50 empfunden werden - dabei stehen die Ortsausgangsschilder jeweils erst hinter dem Kreisel. Für Stadt und Naherholungsgebiet wäre ein durchgehender Bürgersteig ein Gewinn - da sind sich Ralf Edler und Isa Suplie einig. Die Stadt hat inzwischen auch schriftlich der Straßenbaubehörde angezeigt, dass sie den Gehsteig an der Stelle gern hätte.

"Seitens des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr wäre ein Gehwegbau grundsätzlich denkbar", erklärt die Sprecherin der Behörde, Isabel Siebert. Doch wer wäre für den Bau zuständig? Der betroffene Bereich gehört nicht mehr zur festgesetzten Ortsdurchfahrt, erklärt Suplie. Deswegen ist formal das Straßenbauamt für die Errichtung zuständig, informiert Siebert. "Derzeit sind wir mit der Stadt Schöneck in Abstimmung zur weiteren Verfahrensweise. Da sämtliche Gehwege im Stadtgebiet Schöneck durch die Stadt betreut werden, ist eine Aufgabenwahrnehmung durch die Stadt denkbar", so die Pressesprecherin. Bau und Betrieb des Straßenlichts seien unabhängig davon Aufgabe der Stadt. Wann der Fußweg gebaut werden kann, dazu ist momentan noch keine Aussage möglich. Laut Straßenbaubehörde müssen dafür drei Voraussetzungen erfüllt sein: technische Planung, das Baurecht schaffen und die Finanzierung der Baukosten absichern.

Die Poststelle des Landratsamtes Vogtlandkreis hatte Ralf Edler am 23. März mitgeteilt, dass seine Anregung für einen verlängerten Fußweg an der Klingenthaler Straße an die zuständige Stelle weitergeleitet wird. Von einer zuständigen Stelle - von wem auch immer - hat der Schönecker aber bis gestern Mittag keine Antwort erhalten.

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