Generalkur für Klingenthaler Freibad

Ohne Wasser bietet die Anlage im Dürrenbachtal einen ungewöhnlichen Anblick. Die Sanierung liegt gut im Zeitplan.

Klingenthal.

Andreas Günnel zeigt auf die Grube unter dem 3-Meter-Sprungbrett. "Ganz verfüllt und dem Beckenniveau angepasst wird die einst für den 10-Meter-Turm angelegte Sprunggrube nicht", erklärt er. Bei einem 3-Meter-Sprungbrett ist nach seinen Worten eine Wassertiefe von 3,70 Metern gefordert. Dass das Freibad bei seiner Einweihung 1936 über einen 10-Meter-Turm verfügte, wissen selbst viele Klingenthal nicht mehr.

Andreas Günnel, der Chef des Klingenthaler Bauamts, traf sich gestern mit Vertretern der Schönecker Firma HTL, die derzeit im Areal arbeiten, und der Firma Berthold Abdichtungsbau, die die Becken mit Folie verkleiden wird. "Wir liegen gut im Zeitplan. Wie es derzeit aussieht, kann Mitte Juni mit dem Verlegen der Folie begonnen werden", schaut Günnel voraus. Die alte Mauer an der Hangseite ist bereits abgetragen. Mit dem Neubau soll nächste Woche begonnen werden, sagt Alf Polster von HTL. Die Schönecker holen sich dazu ein Subunternehmen.

Ebenfalls Gestalt an nimmt der neue Zugang für das Nichtschwimmerbecken. Die gemauerten Stufen sind verschwunden, die Kinder werden künftig sanft wie an einem Strand ins Wasser gehen können. "Der Wasserzulauf aus dem Dürrenbach muss aber an der jetzigen Stelle bleiben", zeigt Günnel auf. Erhalten bleibt auch die mächtige Mauer, die beide Becken trennt. Dort wird nur die Brücke erneuert.

Die Kosten für die Sanierung der in diesem Jahr 81 Jahre alten Anlage werden sich auf rund eine halbe Million Euro belaufen. Für die Arbeiten am Badebereich erhielt Klingenthal einen Fördermittelbescheid über 250.428 Euro aus dem Programm "Brücken in die Zukunft". An Eigenmitteln muss die Stadt rund 250.000 Euro beisteuern. An Spenden gingen bislang rund 60.000 Euro ein.

Bereits im September 2016, gleich nach dem Ende der Badesaison, war der Eingangsbereich abgerissen worden. "Das Fundament für das neue Sozialgebäude ist bereits gegossen", macht Andreas Günnel aufmerksam. "Das Gebäude wird vorgefertigt und dann hier aufgestellt." Den Zuschlag für das Sozialgebäude hat der Stadtrat an die Firma Zimmerei Holzbau Schmiedigen aus Falkenstein vergeben.

Sollten die Sanierungsarbeiten wie geplant Anfang August fertig sein, werde das Freibad noch geöffnet. Das hat Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) in Aussicht gestellt. Dann lohne es sich noch für einen Badespaß. Etwa eine Woche braucht es, bis das Bad mit Wasser gefüllt ist.

Andreas Günnel hat zudem eine Idee, wie über ein Leitungssystem und eine Umwälzpumpe das Wasser für die Becken um bis zu drei Grad zusätzlich erwärmt werden könnte: "Aber das hängt davon ab, wie wir mit dem Geld hinkommen."

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