Geopark sucht einen Manager

Das Projekt Sagenhaftes Vogtland hängt in der Vorbereitung fest. Nun sollen die Arbeitsgruppen wieder aktiviert werden.

Muldenhammer.

Für das Geopark-Projekt Sagenhaftes Vogtland läuft die Ausschreibung für einen Parkmanager, der seine Arbeit zum 1. Januar 2020 antreten soll. Das sagte Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler) im Gemeinderat Muldenhammer. Jörg Simon aus Hammerbrücke hatte das Thema in der Bürgerfragestunde des Gemeinderates angesprochen. Der Parkmanager soll seinen Sitz zunächst in Falkenstein haben, später dann im Mineralienzentrum am Schneckenstein.

Integriert in das Projekt, das über das Leader-Programm laufen soll, sind Falkenstein, Ellefeld, Neustadt, Grünbach, Bergen, Werda sowie die Ortsteile Tannenbergsthal und Hammerbrücke von Muldenhammer. Eine Studie der TU Bergakademie Freiberg zum Geopark liegt vor. Für den Aufbau notwendiger Strukturen werden nach ersten Schätzungen rund 500.000 Euro notwendig sein. Die beteiligten Kommunen müssten 20 Prozent beisteuern, den Löwenanteil sollen Fördermittel der EU bilden.

Falkensteins Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) hatte im September 2018 angekündigt, dass der Geopark seine Geburtsstunde im September 2019 erleben werde. Der Termin ist verstrichen, um das gesamte Projekt war es in den vergangenen Monaten still geworden. Laut Jürgen Mann waren es vor allem Probleme bei den Fördermitteln, die zu den Verzögerungen führten. Diese seien inzwischen ausgeräumt. Die Finanzierung des Parkmanagers ist nach seinen Worten bis 2023 gesichert. Die bereits im April 2018 gegründeten Arbeitsgruppen für Tourismus, Umwelt/Bildung und Geologie, die jeweils zehn Mitglieder zählen, sollen in den nächsten Wochen reaktiviert werden. "Ich bin wieder optimistisch", so Mann.

Gespräche gab es um eine Einbindung des Auerbacher Ortsteils Beerheide für den geplanten Felsenweg. Der Ortsteil Morgenröthe-Rautenkranz von Muldenhammer, der fördertechnisch zum Westerzgebirge gehört soll über einen Kooperationsvertrag in den Geopark eingebunden werden. Interesse an einer Mitarbeit gab es auch seitens der Stadt Netzschkau. Das habe man aber laut Jürgen Mann zurückgestellt.

"Wenn sich die Bürger beim Geopark einbringen sollen, brauchen sie dazu auch regelmäßige Informationen", machte Jörg Simon deutlich. Gemeinderat Wolfgang Schädlich (Linke) brachte den Vorschlag ein, dass auch im Internetauftritt der Gemeinde Muldenhammer regelmäßig über den aktuellen Stand bei Geopark-Projekt informiert wird. Bürgermeister Mann will den Vorschlag aufgreifen.


Kommentar: Die großeHoffnung

So richtig in die Gänge gekommen ist das Geopark-Projekt Sagenhaftes Vogtland bislang nicht. Jetzt scheint es, dass die große Hoffnung, dass sich daran etwas ändert, vor allem auf einem rührigen Parkmanager ruht, der ab Januar loslegen soll. Bis dahin müsste aber auch eine solide Basis geschaffen werden, auf die der künftige Macher bei seiner Arbeit bauen kann. Die vor anderthalb Jahren gegründeten Arbeitsgruppen sind noch nie aktiv geworden, und wer von den Mitgliedern überhaupt noch mitmacht, weiß niemand. Diese Ratlosigkeit zieht sich inzwischen wie ein roter Faden durch das gesamte Vorhaben. Das war schon spürbar, als Vertreter der TU Freiberg im August 2018 die Geopark-Studie im Herrenhaus Tannenbergsthal vorstellten. Irgendwann muss aber eine Entscheidung fallen - für oder gegen das Projekt.

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