Große Bühne für den "Kuhschnappelblick"

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Die "Freie Presse" ruft ihre Leser in diesem Frühjahr dazu auf, den schönsten Blick des Vogtlandes zu küren. Heute: der Kuhschnappelblick.

Reumtengrün.

Waldrand links und rechts, dazwischen schweift der Blick in die Ferne. Hoch über Reumtengrün hat der Ortschaftsrat am Samstag zur Einweihung eines neuen Aussichtspunktes eingeladen. "Am Kuhschnappelblick" heißt der überdachte Rastplatz am Frohnweg. 100 Gäste verteilten sich auf dem Gelände. Zur Feier des Tages ließen der Kindergarten "Waldwichtel" und die Jagdhornbläser aus dem Ort mit einem Mini-Programm von sich hören.

Uwe Ebert zeigte sich mit der Resonanz mehr als zufrieden. "Ich habe mit weniger gerechnet", sagte der Ortsvorsteher. "Daran kann man wieder mal sehen, dass die Leute nach Kulturveranstaltungen lechzen. Noch dazu war das Wetter eine echte Punktlandung." Vor allem die Aussicht hatte Zugpferd-Charakter. "Das ist ein herrlicher Blick", konstatierte Ebert.

Die Meinung teilt auch Helmut Roth. Der Jagdhornbläser wohnt seit Jahrzehnten in Reumtengrün und kennt das Areal seit Kindertagen. Allerdings achtete er früher weniger auf die Aussicht. "Wir haben Beeren und Pilze gesammelt", erzählte der 73-Jährige. Jetzt kommt er aus dem Staunen kaum heraus. "Einfach fantastisch", schwärmte Roth und schaute in Richtung Horizont. "Der Rastplatz ist wegen der freien Sicht super angesiedelt. Wenn man im Vogtland geboren ist, hat man einen Blick für so etwas", ist er überzeugt. "Aber auch wenn wir Besuch mitbringen, sind die immer erfreut."

Vor der Raststätte zwischen Waldrand und noch kahlen Feldern entfaltet sich ein buntes Panorama. Grüntöne dominieren, unterbrochen von gelben Raps-Farbtupfern und Bebauung. Nur zum Teil ist Reumtengrün im Tal sichtbar, dafür der Ortsteil Richardshöhe umso mehr. Auch das Rebesgrüner Gewerbegebiet-West und ein paar Auer- bacher Häuser rücken sich in Szene. Dahinter steigt die Landschaft steil an: Schnarrtanne, Vogelsgrün, der Kuhberg, Beerheide und ein Stück der Ellefelder Juchhöh komplettieren das Bild.

"Kuhschnappel" ist eine inoffizielle Bezeichnung für die mittig im Blickfeld befindliche Richardshöhe. 1890 sei dort eine Kuh auf den Gleisen überfahren worden, zitierte Ebert Überliefertes. "Weil es gerade eine Hungersnot gab, hat jeder dran rumgeschnippelt und dann geschnappelt." Die "Kuhschnappelblick"-Überdachung ist noch frisch. "Das war alles verfallen und unser Wunsch, hier was zu machen", sagte Uwe Ebert. Etwa 700 Meter entfernt, nahe der Oberlauterbacher Straße, befindet sich ein Parkplatz, Etwas mehr als einen Kilometer misst der Zubringer-Pfad ab Ortsmitte Reumtengrün. Der Frohnweg ist Teil eines Wanderwegenetzes zwischen Reumtengrün, Dorfstadt, Oberlauterbach und Schreiersgrün.

Und was ist Ihr Lieblingsblick? Senden Sie ein druckfähiges Foto Ihres Lieblingspanoramas (Mindestauflösung 320 dpi) mit Ihrer Begründung und einer Beschreibung des genauen Standortes per Post an Ihre Lokalredaktion oder per E-Mail an die nachfolgend genannte Adresse. Bitte Name und Anschrift sowie Telefonnummer nicht vergessen. Teilnehmer erklären sich mit Nennung Ihres Namens und Veröffentlichung ihres Fotos einverstanden. Einsendeschluss ist der 12. Juni.

 

E-Mail: panorama@freiepresse.de

 

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