Große Pläne für alte Erlbacher Turnhalle

Das von Grundschülern und Vereinen genutzte Gebäude braucht dringend eine Kur. Das überarbeitete Projekt wurde jetzt erstmals präsentiert. Welche Arbeiten im Einzelnen anstehen.

Erlbach.

Sie ist sichtbar in die Jahre gekommen, die Turnhalle in Markneukirchner Ortsteil Erlbach. Vor allem der Sanitärbereich ist seit Jahren ein Problemfall. Genutzt wird das Gebäude neben dem Alten Schloss von den Schülern der Grundschule Markneukirchen und zahlreichen Vereinen. Nun soll die Turnhalle saniert werden. Die Pläne dazu wurden am Mittwoch erstmals den Mitgliedern des Technischen Ausschusses vorgestellt.

Der Grundriss des Gebäudes bleibt erhalten, was den Vorteil hat, dass kein neuer Bauantrag gestellt werden muss. Entkernt wird der Sanitärbereich, verbunden mit neuen Schleusen zur Abwasserentsorgung und einem barrierefreien WC.

Für das Gebäude selbst ist eine sogenannte energetische Sanierung vorgesehen, einschließlich neuer Heizung. Der Fußboden wird erneuert, es soll zusätzlicher Stauraum für Sportgeräte geschaffen werden. In die Prellwände werden Schränke zum Aufbewahren von Bällen eingebaut, um das Aufstellen zusätzlicher Schränke zu vermeiden. Die bereits vorhandenen LED-Leuchten und Deckenstrahler bleiben erhalten.

Die Kosten für das Sanierungsvorhaben bezifferte Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) auf rund 868.000 Euro, wobei auf die Stadt ein Anteil von rund 197.000 Euro entfallen sollte. Genutzt werden soll zum einen der Anteil von 323.000 Euro, den Markneukirchen aus dem aktuellen Förderprogramm für Maßnahmen für Schulsanierungen erhält. Zum anderen will die Stadt laut Rubner ein bereits bestehendes Förderprogramm des Freistaates nutzen, über das Vorhaben im Schulbereich mit 40 Prozent gefördert werden. Mit den aktuellen 868.000 Euro wäre die Sanierung deutlich günstiger als die ursprünglichen Planungen, die von einen Finanzbedarf von rund 1,7 Millionen Euro ausgegangen waren.

Die Idee sei gut, kommentierte Stadtrat Walter Voigt (CDU) die Sanierungspläne. Er hätte sich aber gewünscht, dass eine Lösung für die Turnhalle in Verbindung mit der ebenfalls anstehenden Sanierung des Altes Schlosses möglich sei. "In dem Gebäude ist außer dem Saal alles ein großes Problem. Es ist schade, dass wir hier wieder unter Zeitdruck handeln müssen. Ich werde mich deshalb der Stimme enthalten", machte Vogt deutlich. "Wir machen das Machbare", entgegnete dazu Bürgermeister Rubner. Einen Feinplan für den Ablauf der Arbeiten gibt es nach seinen Worten noch nicht, klar sei aber, dass auch außerhalb der Ferien gebaut werden müsse. "Die Mittel für die Schulsanierung können wir bis 2022 nutzen."

Verschwinden wird auch die Holzverkleidung der Turnhalle, wie Stadtrat Helmut Jorschick (CDU) auf Nachfrage erfuhr. Das Gebäude erhält im Zuge der Sanierung eine wärmegedämmte Fassade. Dazu müssen auf jeden Fall die historischen Schieferornamente vom abgerissenen Hascher-Haus wieder entfernt werden, die samt Informationstafel an der Turnhalle angebracht worden waren.

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