Günter Ackermann jetzt offiziell Bürgermeister

Bergens Gemeindeoberhaupt mit Verzögerung vereidigt - Nach Widerspruch bundesweite Recherche notwendig

Bergen.

Zwei Monate war Bergen "oben ohne". Zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend konnte Günter Ackermann seinen Diensteid als Bürgermeister endlich ablegen. Obwohl der langjährige Freie-Wähler-Gemeinderat und Vizebürgermeister bei der Wahl am 10. Juni die absolute Mehrheit aller gültigen Wählerstimmen gewonnen hatte, verstrich bis zum Amtsantritt mehr Zeit als üblich. Stephan Schulze, einziger Mitbewerber um das Amt, hatte das Ergebnis angezweifelt und Widerspruch eingelegt.

Auch mit seiner Gegenwehr scheiterte der AfD-Mann aus Plauen schließlich. "Am 7. August wurde durch die Rechtsaufsicht festgelegt, dass die Wahl rechtens ist", legte Günter Ackermann vordem Gemeinderat dar. Es habe auch keinen weiteren Einspruch seitens der AfD gegeben. "Am Ende musste jeder, der eins uns eins zusammenzählen konnte, erkennen: Die Auszählung war äußerst korrekt", so der 73-Jährige.

Schulze hatte moniert, dass manche Wähler, die von ihrem Recht Gebrauch machten, bei nur einem offiziellen Bewerber handschriftlich andere Vorschläge auf dem Wahlzettel zu hinterlassen, lediglich Günter Ackermanns Namen niederschrieben. Theoretisch könnte tatsächlich jede Person mit gleichlautendem Namen gemeint sein - in jedem Bergen bundesweit. Das ist aber ausgeschlossen. Man habe Einwohnerämter aller anderen Bergen kontaktiert, sagte der Bürgermeister. Also insgesamt 24. "Es gibt nur einen Günter Ackermann, und zwar hier." (dien)

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