Hatz auf Wildschweine fast ohne Erfolg

Zehn bis 15 Schweine wollten die Jäger zur Strecke bringen, eins lief dann nur vor die Flinte. Wo die Schweine an diesem Tag waren, ist ein Rätsel.

Eich.

Mit einem großen Aufgebot an Jägern und Treibern hatte am Samstag Revierleiter Andreas Schuster zur Drückjagd nach Eich eingeladen. Zur Strecke bringen wollten die 40 Schützen und 40 Treiber mit ihren etwa 15 Stöberhunden vor alle Schwarzwild, aber auch Rehwild. Das Ergebnis nimmt sich allerdings bescheiden aus: Zwei Rehe und nur ein Schwein stehen am Ende in der Statistik. "Mit diesem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden. Keine Ahnung, wo die Schweine an diesem Tag waren", so Jagdleiter Schuster. Mit zehn bis 15 erlegten Wildschweinen hätte der Jagdleiter von einem guten Ergebnis gesprochen. Doch es habe schon im Vorfeld keine Hinweise auf Schwarzwild in dem 400 Hektar großen Gebiet gegeben. "Das Absagen eines solchen Termins ist aber fast unmöglich, weil eine riesige Vorbereitung dahinter steckt", sagt Schuster und zählt auf: "Schon im Sommer laden wir Jäger und Treiber ein. Wir brauchen eine verkehrsrechtliche Genehmigung. Es müssen früh Warnschilder aufgestellt und später wieder abgebaut werden. Wegen Corona ist ein Hygienekonzept notwendig. Im Vorfeld müssen wir die jagdlichen Einrichtungen überprüfen, eventuelle reparieren, Schussschneisen freischneiden oder die Positionen der jagdlichen Einrichtungen ändern und auch der Wildabsatz ist im Vorfeld zu klären."

Die besonders auf Schwarzwild ausgerichtete Drückjagd soll der Dezimierung des Bestandes dienen. "Die Drückjagd ist eine Ergänzung zur Einzeljagd. Diese ist eine gute Möglichkeit, Rehwild zu bejagen. Für Schwarzwild ist sie weniger geeignet."

Der hohe Schwarzwildbestand stehe besonders bei Landwirten oft in der Kritik, da die Tiere auf Äckern und Wiesen durch Zerstören der Feldfrucht und Wühlen auf dem Grünland zum Teil erhebliche Schäden anrichten. Auch im Hinblick auf die in Brandenburg ausgebrochene Afrikanische Schweinepest sei es hilfreich, den Bestand nicht explodieren zu lassen, so Andreas Schuster.

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