Heimatförderverein lockt mit seinen Projekten neue Mitglieder

Arbeitseinsatz im Wald- gebiet Röhrholz in Oelsnitz: Der nahezu unbekannte und verwilderte Gedenkstein zu Ehren des einstigen Leiters der Forstwirtschaft Franz Eduard Haller, wurde von Wildwuchs befreit. Verantwortlich dafür ist ein vor zwei Jahren gegründeter Verein. Warum sich die Mitglieder auch für vergessenen Dinge in der Stadt einsetzen.

Oelsnitz.

Er war Gerbermeister, Stadtrat in Oelsnitz und für 24 Jahre Leiter der städtischen Forstwirtschaft - Franz Eduard Haller (1838 - 1910). Ihm zu Ehren befindet sich im Waldgebiet Röhrholz ein kleines Denkmal am Wegesrand zwischen Finkenburgstraße und dem Neumannsgrund - nahe dem Bahndamm. Für Wanderer war das Denkmal in der Vergangenheit kaum einsehbar - es war von Wildwuchs umlagert. Dem wurde am Samstag ein Ende bereitet. Nach einen Arbeitseinsatz des Heimatfördervereins Oelsnitz, dürfte Spaziergängern der Gedenkstein nun wieder viel schneller ins Blickfeld kommen.

Nach den Worten von Björn Fläschendräger ist Hallers Name noch immer vielen Oelsnitzern ein Begriff, aber fast keiner wisse mehr um den Gedenkstein. Das kleine Denkmal soll nun wieder mehr in den Fokus rücken. "Anlässlich seines 180. Geburtstages in diesem Jahr, möchten wir Franz Eduard Hallers Verdienste für unsere Stadt wieder in das Bewusstsein unserer Bürger rücken", so Fläschendräger. Zu diesen Verdiensten gehörte unter anderem die Erschließung des Stadtwaldes als Naherholungsgebiet. "Er ist der Vater des Erholungsgebietes in Oelsnitz. Durch ihn sind einst über zehn Kilometer lange Spazier- und Wanderwege inklusive Ruhebänke und Teichanlagen entstanden", so Fläschendräger, der Vorsitzender des Heimatfördervereins ist.

Der Arbeitseinsatz galt am Samstag nicht nur diesem Gedenkstein, sondern auch dem nur wenige Meter weiter liegenden Julius-Mosen-Denkmal. Dieses war bereits im vergangenen Jahr von den Vereinsmitgliedern in Ordnung gebracht worden. Auch diesmal wurde dort wieder gearbeitet. Die Bänken erhielten einen neuen Anstrich, im Umfeld wurden Dreck und Laub entfernt.

Derartige Aktionen und Arbeitseinsätze des Heimatfördervereines orientieren sich an Dingen, die in der Stadt bei den Leuten in Vergessenheit geraten sind - so wie der Haller-Gedenkstein. Das Ziel sei es, Lücken zu schließen und dort tätig zu werden wo es im Sinne des Allgemeinwohls nötig ist. "Wir versuchen, uns so flexibel wie möglich für unsere Heimatstadt einzubringen und setzen uns dort ein, wo wir gebraucht werden. Das betrifft nicht nur die Pflege von Denkmälern," erläutert Fläschendräger.

So unterstützte der Heimatförderverein im Sommer diesen Jahres auch ein Benefizkonzert für die Hochwasseropfer der Stadt Oelsnitz. Der Verein, der sich vor zwei Jahren gegründet hat, findet bei seinen Aktivitäten mittlerweile regen Zuspruch. Die Zahl der Mitglieder hat sich auf 55 erhöht. "Das freut uns natürlich sehr. Mittlerweile haben wir viele Leute im Verein, die einst ihre Heimatstadt zwecks Studium verlassen haben, nun aber aus verschiedenen Gründen wieder zurück gekommen sind. Sie setzen sich mit Begeisterung für unsere Vorhaben ein ", so Fläschendräger.

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8Kommentare
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    DaNa1114
    05.10.2018

    Punkt... So viel zum letzten Wort. Es sollte vieleicht nicht aus persönlicher Abneigung geurteilt werden und Tatsachen und Aussagen durcheinander gebracht werden. Denn nur allein durch stöbern im Archiv der FP werden einige von ihren Ausführungen wiederlegt. Weiterhin besteht die Frage, wie über die Mitglieder des Heimatfördervereins und deren Auffassung von Heimat geurteilt werden kann, ohne einen Großteil zu kennen.

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    voigtsberger
    05.10.2018

    DaNa1114: Auch wenn sie noch so oft das "letzte Wort" haben möchten, es geht hier in erster Linie um das was Heimat für viele Oelsnitzer bedeutet und was da der HFV und seine Mitglieder darunter verstehen, sind zwei verschiedene Seiten.
    Auch sind ihre zeitlich begrenzte Halbwahrheiten über den Steg und der Zustimmung zu einer abgespeckten Variante nicht das was im Vorfeld von Hr. Fläschenträgern FOB und Hr. Buze LuB geäußert wurde und diese dafür gestimmt haben, den Steg ganz abzuschaffen und stimmten gegen den Erhalt gleich welcher Form und das ist Fakt, denn alles was danach folgte war die Abstimmung über Varianten und Finanzierung und da war der Erhalt, trotz Gegenstimmen eines Hr. Fläschenträger und den anderen Stadträten der einstigen FDP, mit Mehrheit beschlossen! Also war der Vorsitzende des HFV gegen die Erneuerung eines Stückes von Heimat vieler Oelsnitzer! Punkt!

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    DaNa1114
    04.10.2018

    Fakt war und ist das Fördermittel gestrichen wurden und deshalb gegen die erste Variante gestimmt wurde wobei sich FOB und Herr Fläschendräger immer für den Erhalt aussprachen und auch Vorschläge zur Finanzierung brachten. Alles nachzulesen im Artikel vom 19.06.2017. Also immer die Sachlage komplett betrachten.

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    voigtsberger
    04.10.2018

    DaNa1114: Und schon wieder denken sie zu kurzsichtig, da Hr. Fläschenträger mit seiner FOB und Hr. Buze mit seinen LuB zwar der abgespeckten variante zustimmten, aber im Vorfeld gegen eine Erneuerung des Steges stimmten, mit der Begründung das der Willer der Bürger nichts bedeutet, wo der Steg doch für viele Oelsnitzer ein Stück Heimat war und ist!
    Also immer die Sachlage komplett betrachten und nicht nur mit dem was gerade passt und immer um das was es geht und da war der Vorsitzende des HFV gegen den Erhalt des Steges und dies ist und war fakt!

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    DaNa1114
    02.10.2018

    Auch im FP Artikel vom 3.8.2017 steht nichts über eine ablehnende Meinung der FOB zum Steg. Es wird sogar von Herrn Fläschendräger zum Baubeginn gedrängt. Daher denke ich das es besser wäre Objektivität über persönliche Diskrepanzen zu stellen. Ist denn das pflegen und herrichten von Gedenksteinen nicht das bewahren von dem was unsere Ahnen geschaffen haben? Wird denn dadurch nicht auch eine Tradition fortgesetzt? Es gab doch in Oelsnitz schon einmal den Brüchnerschen Verschönerungsverein, der sich auch für solche Sachen eingesetzt hat. Und wie kann über Heimatverbundenheit der Mitglieder des Heimatfördervereins geurteilt werden, wenn man den Großteil der Mitglieder gar nicht kennt.

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    voigtsberger
    01.10.2018

    @DaNa1114: Wer sich da in der FP profilieren will, das muss ich nicht noch einmal ausführen und wer hat gegen den Steg im Stadtrat gestimmt und erst eine abgespeckte Variante zustimmte das wissen sie doch bestimmt auch genau und wer im Stadtrat der Meinung war, der Will der Bürger hat keine Bedeutung und wer da die Strecke für Rentner, Schüler und Behinderte über das Stadtbad als beste Lösung offerierte ist auch bekannt, denn da haben die Stadträte von LuB und FOB ins "gleiche Horn geblasen" und sind auch noch Mitglieder im HFV und haben jetzt Medienwirksam das Röhrholz erkannt, wo die meisten Oelsnitzer Bürger ohne den Steg, nie mehr ins Röhrholz gekommen wären.
    Was verstehen da die Mitglieder des HFV unter Heimat und was wissen da die meisten was unsere Bürger unter Heimat verstehen. Bestimmt nicht eine ausufernde Spaßgesellschaft mit jeder Menge Ignoranz gegenüber den meisten Bürgern unserer Stadt, die nur ihr eigenes Süppchen kochen wollen und mit Aktionen zur Profilierung und Selbstdarstellung dies in Szene setzen.
    Schade das die Bürger in unserer jetzigen Zeit meistens mit sich selbst beschäftigt sind und diesen Bestrebungen nicht kritisch gegenüber stehen, denn Heimat fördern ist für mich und viele Andere in der Stadt leider auch mit Tradition und Heimatverbundenheit für das was unsere Ahnen geschaffen haben und mit dem man selbst aufgewachsen ist und da fehlt es den Mitgliedern als junge Kraft doch an Erfahrung und realistischen Hintergrundwissen um alles unter Heimat zu offerieren!

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    DaNa1114
    01.10.2018

    Wieder wird die Arbeit von mehreren Leuten, die in ihrer Freizeit öffentliches Eigentum herrichten, zum profilieren eines Einzelnen. Und weil wieder der Steg zur Sprache kommt, muss auch erwähnt werden das im FP Artikel vom 19.06.2017 geschrieben wird, das sich die Stadtratsfraktion der FOB, also auch Herr Fläschendräger, für den Steg ausspricht.

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    voigtsberger
    01.10.2018

    Warum kann ich den "Guten Willen" dem Verein und besonders Hr. Fläschenträger nicht ganz abnehmen. Wer ist für das Röhrholz und die Gedenktafeln zuständig? Wenn der HFV die Pflege übernommen hat, sind solche Einsätze doch selbstverständlich, denn andere Vereine leisten noch ganz andere Aufgaben (z.Bsp: die Angelvereine rund um die Talsperren) und das hängt Niemand an die "Große Glocke", deshalb sind solche Einsätze mit Präsenz in der FP, am Ende nur Profilierung und Selbstdarstellung!
    Auch hat FW Haller, sich zu Lebzeiten, mit für den Zugang zum Röhrholz, für alle Oelsnitzer ins Zeug gelegt und dazu zählte auch der damals noch hölzerne Steg und den wollte Hr. Fläschenträger als Stadtrat und Vereinsvorsitzender, ganz abschaffen und nun das "Gedusel" von Heimat und Arrangement !
    Arrangement für wem und was, denn es gibt doch ganz andere Ecken in Oelsnitz und im öffentlichen Raum, da ist Moos nur Patina und gehört für manchen Oelsnitzer zur Natur und auch Lärm ist Umweltverschmutzung und dazu trägt der Heimatförderverein ziemlich viel bei!



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