Hochwasser: Arbeiten werden zwei Jahre dauern

Unwetterschäden: Mühlental bringt Beseitigung auf den Weg

Von Ronny Hager

Als eine der ersten Kommunen im oberen Vogtland hat Mühlental die Planungen zur Beseitigung der massiven Hochwasserschäden von Ende Mai/Anfang Juni auf den Weg gebracht. Die Räte vergaben zur jüngsten Sitzung einstimmig die entsprechenden Leistungen für die besonders stark betroffenen Bereiche in und um Unterwürschnitz. Die Arbeiten übernimmt in allen drei Fällen das Ingenieurbüro Ralf Bräunel aus Plauen.

Die Kostenschätzung für die Bauarbeiten beläuft sich insgesamt auf 1,62 Millionen Euro. Davon entfallen allein 380.000 Euro auf die Straße und 517.000 Euro auf Entwässerung und Ingenieurbauwerke an der Würschnitzgasse. Die Arbeiten am namenlosen Bach oberhalb der Würschnitzgasse sind mit 595.000 Euro kalkuliert. Für die Kreuzung Unterwürschnitz/Oberwürschnitz und den Straßenabschnitt in Richtung Oberwürschnitz sind 131.000 Euro angesetzt. Für die Arbeiten rechnet die Gemeinde mit 90-prozentiger Förderung vom Freistaat, den Eigenanteil will sie aus der Liquiditätsreserve finanzieren. Dies ist trotz der finanziell sehr angespannten Haushaltslage möglich.

Um erneute schwere Schäden durch Hochwasser und Unwetter zu verhindern, sind nach den Worten des Schönecker Bauamtsleiters Ralf Seckel umfangreiche Maßnahmen nötig: Größer dimensionierte Kanäle, Kurven im Bach für weniger starkes Gefälle und verminderte Fließgeschwindigkeit, Wasserableitungen, Auffangbereiche, oberhalb der Dörfelstraße Geländenivellierungen, damit das Wasser nicht von höher gelegenen Feldern Richtung Unterwürschnitz schießt - die derzeitige Topografie wirkte wie ein Trichter, an dessen unterem Ende die besonders betroffenen Grundstücke am Ende der Würschnitzgasse lagen.

Seckel rechnet mit mindestens zwei Jahren Bauzeit. "Schneller geht es nicht", betonte er - und es wäre schon super, wenn im Februar/März die Bauarbeiten ausgeschrieben werden könnten. Wenn die Planungen im Detail vorliegen, soll in einer Einwohnerversammlung in Unterwürschnitz dazu informiert werden, erklärte Seckel.

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