Hoffnung auf Fernverkehr im Vogtland

Neuer Deutschland-Takt in Berlin in Arbeit

Oelsnitz/Klingenthal.

Die im Vogtland oft beklagte fehlende Anbindung an den Fernverkehr sei alles andere als eine unbestimmte Vision. Das sagt der vogtländische ÖPNV-Chef Thorsten Müller. "Da ist eine ganze Menge in Fluss gekommen." Unter dem Stichwort "Deutschland-Takt" wird im Bundesverkehrsministerium zurzeit an einer Überarbeitung des gesamten deutschen Zugverkehrs gearbeitet. "Auch die Anforderungen an einen optimierten Fernverkehr für die Stadt Plauen werden bei den Planungen für den Deutschland-Takt berücksichtigt", teilte das Berliner Ministerium auf "Freie Presse"-Anfrage mit. "Die Planungen werden voraussichtlich Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sein."

Mit dem Koffer in Plauen in den Zug und am Leipziger Flughafen wieder raus - diese Vision würd dadurch aber immer noch nicht automatisch Wirklichkeit. Die Züge könnten ja auch direkt zum Hauptbahnhof der Messestadt fahren. Thorsten Müller: "Ein direkter Anschluss an den Flughafen über den Citytunnel ist das Ziel."

In der Debatte um eine Direkt- verbindung von Plauen nach Leipzig bringt Kai Emanuel (CDU), Landrat des Kreises Nordsachsen und Verbandsvorsitzender des Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), eine alte Idee wieder neu ins Spiel. In einem Schreiben an seinen vogtländischen Amtskollegen Rolf Keil (CDU) schlägt er vor, die S-Bahn-Route über Altenburg bis ins Vogtland zu verlängern. Dies wäre "ohne zusätzliche Infrastruktur möglich", so Kai Emanuel. Allerdings müssten dafür zusätzliche Fahrzeuge finanziert werden. Aber wer trägt dafür die Kosten? An dieser Frage war bereits vor Jahren eine Umsetzung des Vorhabens gescheitert. (nie)

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