Holländer machen Lust auf September

Am Wochenende wurde in Klingenthal wieder Stadtfest gefeiert. Zur Eröffnung traten am Freitag der Rock 'n' Roll-Club Lengenfeld und die niederländische Band Sugar Boy and The Sinners auf - und brachten das Publikum in Stimmung.

Klingenthal.

Es gehört einfach dazu, und mittlerweile hat Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) ei dieser Aufgabe den Dreh auch schon ganz gut raus: Er braucht nur drei kräftige Haupt- und zwei kurze Nachschläge, um das Fass Freibier anzustechen. Die schaumige Eröffnung des Stadtfestes am Freitagabend war also eine gelungene Angelegenheit und ein gutes Vorzeichen für das dreitägige Programm.

Obwohl es noch eine Weile dauert bis zum Festival Mundharmonika live, das am dritten September-Wochenende Klingenthal wieder zum Mekka des Hosentascheninstruments werden lässt - die niederländische Band Sugar Boy and The Sinners machte schon am Freitag Appetit darauf. Das Quartett gilt nicht nur in seiner Heimat als Garant für eine mitreißende Mischung aus Rock 'n' Roll, Rockabilly, Blues und Funk, sondern hat sich in den vergangenen Jahren international einen Namen gemacht und Preise bei Festivals abgeräumt. Jeder für sich ein Meister auf seinem Instrument und erst recht zusammen sorgten Ronnie Guerin (Gitarre), Frankie Duindam (Schlagzeug), Vinnie Guerin (Kontrabass) und insbesondere der singende Mundharmonikaspieler und Frontmann Boy Vielvoye für gute Laune.

In Klingenthal traten die Vier zum ersten Mal auf - mit ihrer Verpflichtung gelang Muha-live-Chef Karsten Meinel ein kleiner Coup - und es bereitete ihnen sichtlich ein Vergnügen. Boy Vielvoye schmeichelte dem Publikum nicht, wenn er von der herrlichen Landschaft schwärmte. Nicht verwunderlich, denn die Heimat von Sugar Boy and The Sinners ist flach wie eine Flunder, und Berge wie in Klingenthal bedeuten für sie eine Reise in eine andere Welt. Was er nicht verriet: Warum sich die Gruppe The Sinners (Die Sünder) nennt, was Raum für Spekulationen lässt.

War schon allein der Auftritt von Sugar Boy and The Sinners das Kommen wert, so setzte ihm der Rock 'n' Roll-Club Lengenfeld das I-Tüpfelchen drauf. Die vier Paare wirbelten in bester Manier der 1950er und 1960er Jahre über das Pflaster des Marktplatzes und bewiesen: Petticoat, rasante Drehungen und akrobatische Hebungen machen einfach Spaß. Und wenn es nur beim Hinsehen ist.

Das Stadtfest bot an drei Tagen ein buntes Programm aus Musik, Unterhaltung und Sport. Es wurde auch von den Unwetter am Samstag und gestern Nachmittag weitgehend verschont. Gestern früh lockte dann die 35. Klingenthaler Wanderung rund 300 Teilnehmer auf interessante Strecken durch Täler und auf die Höhen um die Stadt. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es in der morgigen Ausgabe.

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