Initiative für Erhalt von Berufsschule in Falkenstein

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Städte im Göltzschtal machen sich für Bildungsstätte stark

Falkenstein.

Nur noch die Kochausbildung sowie BVJ und BGJ (Berufsvorbereitendes Jahr und Berufsgrundbildungsjahr) sollen ab nächstem Jahr im Falkensteiner Teil der Berufsschule "Anne Frank" verbleiben, Gastronomen stattdessen im Erzgebirge, Friseure in Werdau ausgebildet werden. So sieht es der Entwurf des Teilschulnetzplans für Sachsens Berufsschulen vor. Zugleich wird im Papier empfohlen, eine neue Nutzung für das dann kaum noch ausgelastete Gebäude in der Rosa-Luxemburg-Straße zu finden.

In einem gemeinsamen Schreiben plädieren nun die Kommunen des Mittelzentralen Städteverbunds Göltzschtals (Rodewisch, Auerbach, Ellefeld, Falkenstein) für die dauerhafte Erhaltung der Falkensteiner Bildungsstätte. Zwar sei ein Konzentrationsbedarf anhand sinkender Schülerzahlen nachvollziehbar. Falkenstein verfüge jedoch über "sachsenweit einmalige" praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten, gerade für die nun wegfallenden Ausbildungsgänge: "In den letzten Jahrzehnten wurden dafür hohe Beträge investiert, darunter erhebliche Steuermittel." Dies sei ein klarer Standortvorteil für die Außenstelle. Bedauerlicherweise sei dieser Aspekt in der aktuellen Planung nicht berücksichtigt worden. Hier sehe man "Klärungsbedarf".

Das Verbleiben der Kochausbildung für das Vogtland und den Kreis Zwickau in Falkenstein bewerten die Kommunen als positives Zeichen für die Diskussion zur Schullandschaft. Entscheidend bleibe "das grundsätzliche Festhalten des Schulträgers an der Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums ,Anne Frank´ in Falkenstein als Ausbildungsstätte", heißt es in dem Schreiben, das dem Landrat und den Fraktionsvorsitzenden im Kreistag zugeleitet wurde. Träger der Berufsschule ist der Vogtlandkreis, die Anhörungsphase dauert bis 1. März.

Angeregt wird eine "intensive Prüfung", ob innerhalb des Beruflichen Schulzentrums Bildungsgänge an die Außenstelle ausgelagert werden könnten. Außerdem sollte darüber nachgedacht werden, ob sich andere Bildungsangebote in Falkenstein etablieren lassen. Dazu müsse es "kurz- und mittelfristig" Gespräche geben, wie eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes erreicht werden könne.

Der Fortbestand der beruflichen Ausbildungsstätten im Mittelzentralen Städteverbund werde als "essenziell" angesehen, bekräftigen die vier Kommunen.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.