Jobcenter zieht sich ab Juni aus Adorf zurück

Kunden aus Oberland werden in Plauen und Auerbach betreut

Adorf.

Das Jobcenter Vogtland gibt seine Außenstelle in Adorf zum 31. Mai auf. Das bestätigte Jobcenter-Geschäftsführerin Martina Kober auf Anfrage. Betroffen von dem Schritt sind aktuell knapp 900 Bedarfsgemeinschaften, die künftig in Plauen und Auerbach betreut werden. Alle Kunden werden schriftlich informiert. Teilweise ist der neue Zuschnitt auch mit neuen Ansprechpartnern verbunden. Bis Juni bleibt die Geschäftsstelle in Adorf weiterhin zweimal in der Woche geöffnet. In Adorf fanden bislang Vermittlungs- und Beratungsgespräche sowie die Ausgabe und Annahme von Aufträgen statt. Leistungen wurden bereits in Plauen berechnet.

Als Grund für den Rückzug aus Adorf nennt Martina Kober rückläufige Zahlen. Von Adorf aus müssten weniger Kunden betreut werden. Gleichzeitig gibt es eine Spezialisierung aufseiten des Jobcenters. "Wenn wir gut und effizient beraten wollen, muss immer ein Fallmanager und ein Arbeitsvermittler ansprechbar sein." Dies sei in einer größeren Einheit einfacher zu gewährleisten, insbesondere auch im Vertretungsfall. Darüber hinaus habe die "vorangeschrittene Digitalisierung" ihren Teil zur Standortentscheidung beigetragen. "Wir haben in diesem Jahr sehr viel gelernt", sagt Kober und verweist auf die coronabedingte reduzierte Kontakthäufigkeit. Vieles würde online und telefonisch abgewickelt. "Es hat sich gut eingeübt, und es gab keine Beschwerden, dass es nicht funktionieren würde." Der neue Zuschnitt finde auch Befürworter. Kober sagt, sie habe etwa aus Muldenhammer positive Rückmeldungen erhalten. Für Kunden aus dem Waldgebiet sei Auerbach deutlich einfacher zu erreichen als etwa Adorf. Auch manche Oelsnitzer würden lieber nach Plauen als nach Adorf fahren.

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