Junge Musiker wetteifern in Oelsnitz um Sperken-Preis

Gemeinsames Musizieren ist Trumpf: 30 Ensembles mit rund 300 jungen Nachwuchsmusikern aus dem Vogtland und Tschechien beteiligten sich am Wochenende am 11. Wettbewerb.

Oelsnitz.

Üben, üben und nochmals üben, denn ohne Fleiß bekanntlich kein Preis und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Aufregung und Anspannung vor dem Auftritt war am Samstag in der Musikschule Oelsnitz, die zum Vogtlandkonservatorium Clara Wieck Plauen gehört, fast greifbar. Sie betraf fast alle der jungen Musiker - egal, ob sie schon einmal vor einer Jury oder bei einem Konzert ihr Können zeigten. Nach dem Vorspiel ließ sich an den Gesichtern Freude erkennen, weil es gut gelaufen war, oder mitunter auch etwas Enttäuschung, weil es nicht so geflutscht hatte wie gewollt. Beides sind wichtige und notwendige Erfahrungen.

Rund 300 junge Musiker von der Musikschule Oelsnitz und aus Oelsnitzer Schulen und fünf Ensembles aus der Partnerstadt Asch/Aš zeigten, was sie schon alles gelernt haben und wie gut sie ihre Instrumente beherrschen. Musikschulleiterin Ulrike Persing: "Das Besondere des seit 1999 ausgetragenen Wettbewerbs ist, dass nicht Solisten im Mittelpunkt stehen, sondern die Leistungen als Duo, Trio oder Ensemble. Damit wollen wir bei den Schülern die Freude am gemeinsamen Musizieren wecken und fördern, ihnen auch die Möglichkeit für öffentliche Auftritte und einen Leistungsvergleich geben. Insofern ist jeder Teilnehmer ein Preisträger." Der Wettbewerb um den Sperken-Preis ist nicht zuletzt ein Beweis dafür, welche und wie viele musikalischen Talente in Oelsnitz schlummern und wie groß die Vielfalt ist.

Zu jenen, die nicht das erste Mal zusammen spielten und schon am letzten Wettbewerb mit Erfolg als Duo teilnahmen, gehörten Jonathan Heinze (10) und Lina Sattler (11). Er lernte zuerst Flöte und spielt seit zwei Jahren Klarinette, "weil mein Vater das auch macht". Sie spielt seit drei Jahren Klarinette. Lina: "Wir waren ganz schön aufgeregt, aber es hat doch ganz gut geklappt." Das bestätigte auch ihre Lehrerin Ines Renner: "Jonathan und Lina haben die Stücke von Haydn und Brahms sehr gut gespielt, obwohl wir wegen Krankheit nicht viel Gelegenheit zum Üben hatten."

Aufgeregt und dann doch zufrieden konnten der Saxofonist Mick Wollner (9) und der Klarinettist Josua Schilbach (11) sein, "obwohl wir zwischendurch ein paar Quietscher hatten". Die Beiden sind ein eingespieltes Team, traten auch schon beim Weihnachtskonzert der Musikschule in der Katharinenkirche auf.

Wie wichtig und ermutigend der Wettbewerb um den Sperken-Preis für die jungen Musiker ist, verdeutlichte nicht zuletzt die Auswertungen der Vorspiele durch die Jury. Harsche Kritik gab es nicht, dafür ermutigende Tipps wie "euch sind die Übergänge sehr gut gelungen", "ihr habt schön spritzig, dynamisch und synchron gespielt", "verschiedene Klangfarben habt ihr gut herausgearbeitet" oder "es hat Spaß gemacht, euch beim Spielen zuzuhören".

Zum Abschluss des Wettbewerbs fand am gestrigen Sonntag ein Konzert der Preisträger im Sprach- und Kommunikationszentrum des Oelsnitzer Gymnasiums statt.

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