Junges Quartett erntet Bravo-Rufe

Mit einem Festkonzert fanden am Samstag die 7. Chursächsischen Meisterkurse in Bad Elster ihren Abschluss. 39 junge Musiker aus acht Ländern und von drei Kontinenten nahmen daran teil.

Bad Elster.

Als Mitglied des weltberühmten Artemis-Quartetts hat Heime Müller schon in vielen Konzerttempeln gespielt, im König- Albert-Theater jedoch noch nie. Und nicht nur das: Er gestand in einem Gespräch mit Generalmusikdirektor Florian Merz sogar ein, von Bad Elster zuvor nie etwas gehört zu haben. Ein weißer Fleck in seiner Vita, der jetzt getilgt ist. Was er mitnimmt nach einer Woche im Kurort und darüber anderen erzählen wird, das fasste Heime Müller so zusammen: "Ich werde schwärmen von Bad Elster. Es ist doch ein Kleinod. Wir alle hatten hier eine gute Zeit."

Der Geigenvirtuose aus Lübeck gehörte neben den nicht minder arrivierten Solisten und geschätzten Pädagogen Pauline Sachse (Viola) und Peter Bruns (Violoncello), zu Leitern der 7. Chursächsischen Meisterkurse. In der vergangenen Woche fanden sie in Bad Elster statt und es kam dabei nach den Worten von Heime Müller in erster Linie weniger auf das Üben an, sondern auf Begegnungen mit anderen Musikern, Kennenlernen von Neuem und der Auftritt mit einem Orchester. 39 junge Musiker aus Andorra, Kanada, Israel, Südkorea, Österreich, Spanien, der Tschechischen Republik und Deutschland nutzten in diesem Jahr diese Gelegenheit.

Mit den beiden Cellisten Jordi Albelda (Andorra) und Raphael Zinner (Deutschland), dem Geiger Benjamin Günst und dem Bratschisten Marvin Stark aus Deutschland bestritten vier Studenten und die Chursächsische Philharmonie das Abschlusskonzert. Motto: "Junge Meister & Wiener Klassik". Mitreißender hätte das Finale nicht sein können und die Besucher sparten deshalb nicht mit Beifall, sogar Bravo-Rufen. Obwohl es ein Klassikkonzert war, könnte man ohne Übertreibung sagen: Jeder für sich "rockte" das Publikum. Auf dem Programm standen ebenso anspruchsvolle wie nicht so häufig gespielte Werke - dank der Auswahl von Florian Merz, der nicht zum ersten Mal daran auch ein persönliches Interesse hatte: die Symphonie Nr. 25 C-Dur und das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur von Joseph Haydn und die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die vier Meisterschüler spielten auf einem hohen, geradezu schwindelerregenden Niveau, dass man nur erahnen kann, wozu sie fähig sind und wohin ihre Wege sie führen werden, wenn die Aus- bildung erst abgeschlossen ist.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.