Kämmerin: Finanzlage ist nicht hoffnungslos

Aber Mühlental ist ohne Haushalt 2018 nur bedingt handlungsfähig

Mühlental.

Die Gemeinde Mühlental kann in diesem Jahr nur das Nötigste ausgeben und keine neuen Vorhaben starten - ohne genehmigten Haushalt ist die Kommune in ihrer Handlungsfähigkeit sehr beeinträchtigt. Zu dieser Einschätzung kam die Schönecker Kämmerin Gabriele Bernhard, als sie zur Einwohnerversammlung in Marieney die schwierige Finanzsituation erklärte. Dennoch: "Ich sehe es nicht ganz hoffnungslos. Die Situation ist auch nicht dem Wunsch geschuldet, zu investieren", sagte die Finanzfachfrau. Das Problem ist das Defizit in der laufenden Verwaltung, bei der allein in diesem Jahr ein Loch von 128.o00 Euro zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft, so Bernhard.

Das Problem habe sich aufgebaut, sagte die Kämmerin auf die Bürgeranfrage, woher die Finanzmisere rührt. Kräftige Schwankungen bei der Gewerbesteuer, spätere Zuschüsse des Landesgehörten ebenso dazu wie nötige Reparaturen an Gemeindeeigentum.Gebühren sind teils seit vielen Jahren unverändert geblieben, für freiwillige Leistungen der Gemeinde empfiehlt Bernhard, sich Prioritäten zu setzen. Die vom Kreis dem Gemeinderat auferlegte Pflicht, bis 31. Oktober ein Haushaltsstrukturkonzept aufzustellen und binnen vier Jahren den Haushaltsausgleich zu schaffen, sieht Gabriele Bernhard als machbar an. "Ich bin eigentlich ganz zuversichtlich", erklärte sie, auch mit Blick auf neue Pauschalen des Freistaates. Sie fließen 2018 und den beiden Folgejahren in Höhe von je 70.000 Euro, dazu gibt das Land pro aktivem Feuerwehrmann und pro Kilometer Bach Geld, übernimmt auch den Eigenanteil beim weiteren Breitbandausbau.

Unterdessen hat Mühlentals suspendierter Bürgermeister Andreas Kracke Kritik von Gemeinderäten zurückgewiesen, er habe die schwierige Finanzsituation mitverschuldet. Nicht er habe die Initiativen des Rates boykottiert - die Ratsmehrheit hätte vielmehr ihn boykottiert, so Kracke in einer Presseerklärung.

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