Kamera hilft bei Suche nach Glutnestern

Feuerwehr Neuensalz schafft neue Technik an

Neuensalz.

Die Gemeindefeuerwehr von Neuensalz hat in neue Technik investiert. Sie verfügt seit einiger Zeit über eine Wärmebildkamera, die meist nur zur Standardausrüstung größerer Wehren gehört. Doch in dem aus fünf Gemeinden bestehenden Dorf bot sich die Anschaffung an, weil es in den zurückliegenden Jahren mehrfach Brände in der Biogasanlage Zobes gegeben hatte. Ursache war Selbstentzündung.

Seit die Kamera auf dem Einsatzfahrzeug zur festen Ausrüstung gehört, gab es zwar noch keinen Brand, bei dem die Kamera von Nöten gewesen wäre. Die Zeit haben die Kameraden trotzdem sinnvoll genutzt. "Wir haben uns während unserer Dienste mit der Funktionsweise der neuen Technik vertraut gemacht. Die Kamera ist einfach zu bedienen", berichtet Falk Seidel, der stellvertretende Gemeindewehrleiter.

Mit einer Wärmebildkamera könne die Wehr zum Beispiel in brennenden Strohhaufen oder auch in Wohnhäusern mit Hilfe von Temperaturmessungen Glutnester ausmachen, die von außen nicht zu sehen sind. Gesponsert hat die Kamera mit einem Wert von mehr als 3000 Euro die Entsorgungs- und Aufbereitungs- GmbH Zobes. Dahinter verbirgt sich der Betreiber der Biogasanlage. Deren Geschäftsführer Gunter Buschner sagt: "Die Feuerwehr musste zwei Mal bei uns löschen. Als Dankeschön für den Einsatz und um in späteren ähnlichen Fällen besser gerüstet zu sein, haben wir uns zu dieser Spende entschlossen." Der Annahme von Spenden muss laut der Sächsischen Gemeindeordnung der Gemeinderat im Rahmen einer öffentlichen Sitzung zustimmen, was die Parlamentarier in ihrer jüngsten Sitzung auch taten.

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