Karlsbader Kreis will Grenzöffnung für Patienten

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Schreiben von Landrat Petr Kulhánek findet große Zustimmung

Karlsbad/Karlovy Vary.

Die Region Karlsbad ist derzeit eine der am stärksten betroffenen Regionen Tschechiens. 300 an Corona erkrankte Patienten wurden laut der Zeitung "Sokolovsky deník" am gestrigen Montag in den Krankenhäusern der Region behandelt.

Petr Kulhánek, Landrat des Karlsbader Kreises, sowie Bürgermeister, Parlamentsabgeordnete und Senatoren aus Westböhmen fordern in einem am Montag im "Sokolovsky deník" veröffentlichten Brief, dass eine Öffnung der Grenze nach Sachsen und Bayern für Krankenwagen sichergestellt wird. Für die Politiker ist es unverständlich, dass die Staatsgrenze auch nach 17 Jahren EU-Mitgliedschaft ein Hindernis für die medizinische Versorgung bleibt und den Krankentransport zwischen den beiden Ländern erschwert.

"Wir fordern, auf Regierungsebene daran zu arbeiten, den Transport von Patienten über die Staatsgrenze zu vereinfachen. Es ist nicht nur die aktuelle Epidemie, bei der Patienten aus unserer Region mit dem Krankenwagen in entlegene Regionen der Tschechischen Republik transportiert werden, die die gesetzliche Bedingung der Verfügbarkeit einer intensiven medizinischen Versorgung gemäß Regierungsverordnung nicht innerhalb von 60 Minuten erfüllt", heißt es in dem Brief. Die Öffnung der Grenzen für Krankenwagen könne auch in normalen Zeiten von Vorteil sein, da das derzeitige System, bei dem Patienten an der Grenze von einem Krankenwagen zu Krankenwagen umgeladen werden müssen, unwürdig für das 21. Jahrhundert sei. Der Brief findet nach Berichten tschechischer Medien große Zustimmung.

Skandalös nannten die Politiker aus Westböhmen Äußerungen des stellvertretenden Gesundheitsministers Vladimír Černý. Dieser hatte am 31. Januar erklärt, dass deutsche Patienten einen großen Teil der Betten im Krankenhaus Eger/Cheb belegen würden. Sie fordern von Èerny dazu eine öffentliche Entschuldigung.

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