Kids lernen im grünen Klassenzimmer

Ende gut, (fast) alles gut nach Absage am Dienstag: 88 Grundschüler aus Werda und Thurm erlebten bei den 19. Waldjugendspielen einen interessanten Tag.

Mühlleithen.

Ganz klar, was dieses kratzige Etwas nur sein kann: ein Zapfen. Und dann das Weiche? Moos. Bei dem rundlichen Gegenstand kommen die Schüler schon eher ins Grübeln: für einen Stein zu leicht. Könnte ein Baumpilz sein - Volltreffer. In zehn Boxen sind diverse Materialien versteckt, die es im Wald gibt und von den Jungen und Mädchen ertastet werden sollen. Hier ist also Wissen gefragt, ebenso an der Station, wo Holz und Blätter ausliegen: Zu welchen Bäumen gehören sie?

Die Eimberg-Füchse und auch die Eimberg-Wölfe von der Grundschule Werda sind pfiffig, kennen sich schon ganz gut aus mit dem, welche Tiere im Wald leben, was dort wächst und wozu der Wald überhaupt gut ist. Im Sachkundeunterricht beschäftigen sie sich damit, aber alles im Klassenzimmer Natur hautnah zu erkunden und zu erleben, das ist dann doch noch etwas ganz anderes. Zum Beispiel, wie sich das Geweih eines Hirsches anfühlt, das Fell vom Reh, ein ausgestopftes Eichhörnchen. Dass es gar nicht so einfach ist, einen Nagel in weiches Holz zu schlagen, mit Zapfen ins Ziel zu treffen und Scheite in Windeseile von A nach B zu tragen und aufzustapeln. Erstmals ins Programm aufgenommen war eine Station mit dem DRK Rettungsdienst, wo sich die Schüler in Erster Hilfe üben konnten.


Organisiert wurden die 19. Waldjugendspiele erneut vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Hansi Lerche, Leiterin des Forstbezirkes Adorf: "Anliegen ist es, den Schülern auf spielerische Art und Weise Wissen über Pflanzen und Tiere im Wald zu vermitteln. Waldpädagogik gehört auch zu unseren Aufgaben und wir erfüllen sie gern." Wie gut das gestern gelang, bewies das Fazit der Schüler nach einem an Erlebnissen proppevollen Tag: So einen schönen Unterricht müsste es öfter geben.

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