Kino wird modernisiert: Zum Auftakt eine neue Leinwand

Bessere Farben, hellere Bilder: Nach über 30 Jahren verbessert sich in den Harmonie-Lichtspielen in Markneukirchen das Film-Erlebnis durch eine Neuerung deutlich. Weitere Arbeiten folgen.

Markneukirchen.

Mit Rambo in die Zukunft: Der amerikanische Actionfilm Rambo - Last Blood mit Hollywood-Star Sylvester Stallone war der erste Streifen, der über die neue Leinwand im Kino Markneukirchen flimmerte. Der Blockbuster wie auch alle weiteren Filme können künftig in einer besseren Bildqualität gezeigt werden. Denn nach mehr als 30 Jahren im Einsatz hat die Einrichtung in eine neue Leinwand investiert. Die alte hatte ausgedient.

Neun mal vier Meter ist die Bildfläche groß, sodass Filme auch weiterhin im Breitwandformat abgespielt werden können. Der Austausch war dringend notwendig, denn die Bedingungen sind bereits seit einigen Jahren schwierig. Laut Kino-Mitarbeiter Alexander Götze trübten insbesondere Verschmutzungen an der alten Bildfläche den Filmgenuss. "Schmutz lässt sich auf dem Material von solchen Leinwänden grundsätzlich nicht entfernen. Nach so vielen Jahren hatte sich einiges an Dreck festgesetzt. Deshalb mussten wir während der Filmvorführungen in der Vergangenheit die Helligkeit sehr hoch drehen, damit etwas zu erkennen war", erklärt Götze. Jetzt werde das Bild von vornherein heller sein. Besonders die Farben würden wieder korrekt angezeigt und in neuem Glanz erstrahlen.

Am Freitag haben Alexander Götze und Bild- und Tontechniker Jörg Röschenthaler von der bayrischen Firma Kinoton digital die neue Kunststoffeinwand installiert. Ein Vorgang, der sich über mehrere Stunden hinzog. Da die Bildfläche auf sechs Meter Höhe hängt, musste ein Gerüst dafür aufgebaut werden. Während des Austausches gab es auch Überraschungen - Dinge, die sich hinter der Leinwand versteckt hatten: unter anderem Möbelstücke und ein alter Center-Lautsprecher, mit dem vermutlich vor Jahren das Kino im Mono-Ton beschallt wurde. Laut Jörg Röschenthaler, der schon viele Leinwände installiert hat, sei das nichts Außergewöhnliches. "Ich erlebe es immer wieder, das die Kinos hinter den Leinwänden Dinge lagern. Es ist interessant, was sich dahinter manchmal entdecken lässt."

Die Investition in die 2000 Euro teuere Leinwand ist eine von mehreren, die das Filmtheater durch ein Förderprogramm für Kinos im ländlichen Raum derzeit tätigt. In den nächsten Wochen soll das Foyer neue Fliesen erhalten, Malerarbeiten im Kinosaal stehen an, Türen sollen ausgetauscht werden, ebenso ein Teil der Fenster an der Vorderfront des Gebäudes. Die geplante Erneuerung der Tontechnik wurde laut Alexander Götze auf nächstes Jahr verschoben. Denn es sei für 2020 ein weiteres Förderprogramm geplant, das kleinere Lichtspielhäuser finanziell unterstützt. "Da wollen wir wieder dabei sein und in die neue Tontechnik investieren."

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