Kita Kinderlachen: Erste Mängel abgestellt

Nachdem Eltern bauliche Probleme der Einrichtung im Stadtrat angesprochen hatten, verschafften sich die Abgeordneten jetzt selbst ein Bild.

Oelsnitz.

Sich regen bringt Segen - oder es werden Mängel beseitigt. Dass nach der öffentlichen Diskussion um Probleme in der Oelsnitzer Kita Kinderland bereits das eine oder andere Problem abgestellt wurde, haben Elternvertreter und Stadträte bei einem Rundgang durch die Einrichtung am Mittwochnachmittag wohlwollend zur Kenntnis genommen. Es wurden etwa die zuletzt kritisierten Armaturen ausgetauscht oder ein Schimmelproblem angepackt. "Es ist erfreulich, dass schon viel passiert ist", sagte Elternvertreterin Vera Meinel. Dass von jetzt auf gleich nicht Grundlegendes verändert werden könne, sei den Eltern klar gewesen, sagte sie.

Und es wird weitere kleine Verbesserungen geben: Beim durch die Fraktion der Freien Oelsnitzer Bürgerschaft (FOB) beantragten Ratsrundgang wurden etliche Hinweise notiert. Dass der Putz im Sockelbereich des Sportraums abplatzt beispielsweise. Bei der Stadtratssitzung am Mittwoch übergab Björn Fläschendräger (FOB) zudem noch eine eigene Mängelliste nach einer Begehung seiner Fraktion. Er forderte zudem die Herausgabe von Hygieneprotokoll und Ergebnis einer Brandverhütungsschau. Rico Nieckels, für Kitas zuständiger Amtsleiter in der Stadtverwaltung, kündigte eine regelmäßige Berichterstattung im Stadtrat an. Kämmerer Torsten Stengel sieht zudem gute Chancen, dass die geplante Sanierung der Fassade im nächsten Jahr durchgeführt werden könne. Fördermittel stünden dafür in Aussicht.

Bei der Begehung selbst führte Interims-Einrichtungsleiterin Kathleen Fengler - Lisa Groß ist in Elternzeit - die Ratsgruppe vom Keller bis zum Dachboden. Teilweise wurde recht emotional diskutiert, was wo wie zu tun sei. Auch die Frage, ob die Debatte insgesamt angemessen geführt worden sei, spielte dabei eine Rolle. "Macht doch nicht alles schlecht", rief Reiner Stöhr (Linke) emotional seinen Ratskollegen beim Rundgang zu. "Ich war überrascht, in welch gutem Zustand die Einrichtung ist", meinte auch Waltraud Klarner (Linke). "Wir sollten die Emotionen raushalten und sachlicher werden." "Emotionen sind ein Zeichen, dass in diesem Stadtrat Leben herrscht", konterte Björn Fläschendräger (FOB). Marion Schröder (CDU) wollte den Blick nach vorn richten. Es sei gut gewesen, dass Mängel angesprochen wurden. "Aber jetzt gilt es, die Debatte zu beenden und wieder Ruhe reinzubringen." Ulrich Lupart (AfD) hob die Rolle der Eltern hervor. "Hätten sich die Eltern nicht gerührt, wären die Dinge weiter dahingeplätschert."


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