Kleine Sensation: Trüffel aus dem Vogtland

Warum ein Zufallsfund des Zwotaer Gartenexperten Detlef Kittelmann die Pilzberater der Region in Erstaunen versetzte.

Zwota.

Was Detlef Kittelmann beim Umgraben eines Beetes fand, sah aus wie Kiesel. Als er das Etwas drückte, platzt es auf. "Das roch besser als Steinpilz", sagte der Zwotaer. Da ahnte er schon, was er da in den Händen hielt. Es folgte ein Anruf beim Klingenthaler Pilzberater Jochen Pöhland. Der kam sofort, staunte, nahm ein Exemplar mit zu seinem Kollegen Lothar Roth nach Adorf, untersuchte. Dann war man sich sicher, dass es Trüffel sind, die da im Kittelmannschen Garten gefunden wurden. Der Zwotaer ist ja bekannt, dass er nicht nur den berühmten "grünen Daumen" hat. Allein mit seiner Knoblauchzucht forscht die Universität Marburg.

"Ich mache immer wieder verschiedene Bodenexperimente", erklärt der Zwotaer. Diesmal war er dabei, dort ein neues Beet dort anzulegen, wo früher der Sandkasten für die Kinder war. Gleich daneben befindet sich eine Lärchenhecke. Im Boden fand er dabei ein regelrechtes Nest mit den Trüffelknollen.

Kittelmann erinnerte sich, dass er dort sogenannten Dolomitenkalk ausgebrachte hatte. "Ich nehme an, dass darin Sporen enthalten waren, denn der Kalk stammt aus Gegenden, wo diese Trüffel wachsen. Im Boden fanden sie dann scheinbar gute Bedingungen. Die Trüffel leben ja in Symbiose mit Wurzelspitzen. Durch die Lärchenhecke waren davon viele im Erdreich zu finden."

Durch das, was der Garten liefert, sind Detlef Kittelmann und seine Frau Uta längst auch zu kulinarischen Genießern geworden. Was er mit den Trüffeln macht, weiß er schon: "Einige werden in Öl eingelegt, mit anderen stelle ich Trüffelbutter her", sagt der Zwotaer. Einen Trüffelhobel verwendete er schon für seinen Super-Knoblauch.

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