Klingenthaler Schulzentrum: Oberschüler sollen pünktlich einziehen

Ab September soll im Anbau am Schulzentrum auf dem Amtsberg der Unterricht stattfinden - ganze 14 Monate nach der Grundsteinlegung.

Klingenthal.

Echtes Gewusel herrscht auf der Baustelle des Oberschulanbaus am Klingenthaler Schulzentrum am Amtsberg. Mehrere Gewerke sind gleichzeitig in dem Bau tätig. Überall Kabel, Verpackungen, Gerüste im Treppenhaus. In den Gängen auf den Etagen laufen Entlüfter. "Bis zu 40 Liter Wasser müssen pro Etage aus dem Mauerwerk", hat sich Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) von den Bauleuten sagen lassen. Wenn es dann trocken genug ist, werden auch noch die Fußbodenleger kommen.

2005 war die Klingenthaler Oberschule geschlossen worden. Der Kampf um eine Wiedereröffnung begann. Und tatsächlich: 2018 wurden die ersten Fünftklässler eingeschult. Doch mehr Schüler bedeutet auch: mehr Platz. Am 14. Juni 2019 wurde deshalb der Grundstein für einen Anbau gelegt, am 29. November Richtfest gefeiert - mit Schuljahresbeginn 2020/21 sollen nun die ersten Schüler einziehen.

Elf Klassenzimmer, zwei Fachkabinette samt Vorbereitungsräumen, dazu Werkraum, Multifunktionsraum und Arbeitsräume für den Schulleiter und die Lehrer werden gebraucht. Ein ehrgeiziges Ziel für die kurze Zeit, das weiß auch Hennig. Er ist aber zuversichtlich, dass der Zeitplan aufgeht. Ein Teil des Mobiliars ist schon geliefert, es wurde eingelagert. Nur für die Fachkabinette zeichnet sich eine Verzögerung ab. "Da gab es Probleme durch die Coronapandemie", sagt Hennig. Die Fachkabinette sollen auf jeden Fall nach den Herbstferien den Schülern zur Verfügung stehen.

Wie die künftigen Klassenzimmer aussehen, ist in der obersten Etage schon ersichtlich. "Ein Ausblick auf Klingenthal, fast wie aus einem Ferienappartement", kommt der Oberbürgermeister beim Blick aus dem Fenster ins Schwärmen. Jede Etage verfügt über einen Durchgang zum jetzigen Schulgebäude, das unter Denkmalschutz steht. Der Haupteingang zum Oberschul- bereich wird künftig über jene Tür erfolgen, die jetzt noch den Haupteingang zur Aula darstellt.

Auch vor dem künftigen Schulgebäude wird schon gearbeitet. Die Außenanlagen sollen bis zu den Herbstferien fertig sein. Zum Schuljahresbeginn soll der ehemalige Reitplatz über eine Asphaltdecke samt Drainage verfügen. Er wird als Parkfläche für die Schule und den Tierpark gebraucht.

Auf rund drei Millionen Euro belaufen sich die bisherigen Ausgaben für den Anbau, etwa 4,5 Millionen wird er insgesamt kosten. Hinzu kommen weitere 1,5 Millionen für die Erweiterung der Turnhalle. "Dafür werden wir einen Kredit aufnahmen müssen. Maximal zwei Millionen Euro. Ohne Turnhalle hätten wir das Vorhaben selbst finanzieren können", so Hennig.

Nach seinen Worten arbeitet die Stadt außerdem an einem Hort im Bereich des Schulzentrums. Seine Vision ist ein Campus auf dem Amtsberg, bei dem Grundschule, Oberschule und Gymnasium unter einer gemeinsamen Leitung stehen.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.