Konzert im Pavillon - wenn es nicht gerade regnet

Für die Klingenthaler Veranstaltungsreihe wäre eine Überdachung nützlich

Für Sie berichtet: Thorald Meisel

Das Stadtorchester Klingenthal will heute, 19 Uhr das vierte Pavillon-Konzert der Saison gestalten. Das Problem der Veranstaltungsreihe ist das Wetter. Deshalb ist auf den Plakaten vermerkt: "Bei Regenwetter fällt das Konzert aus". Keine einfache Situation für die Musiker um Dirigent Rico Schneider. Wer außerhalb von Klingenthal tätig ist, weiß so oft bei Arbeitsschluss am Nachmittag nicht, ob am Abend gespielt werden kann.

Die Musiker vom Stadtorchester und dem Akkordeonorchester wollen diese Konzerte, ihre Bereitschaft stehe außerhalb jeder Diskussion. Das wurde in einem Gespräch mit "Freie Presse" bestätigt. Wenn sich die Stadt als Veranstalter sieht, so der Tenor aus den Orchestern, dann sollte sie sich in Form von Unterstützung aktiv mit einbringen - zumindest sollte die Stadtverwaltung dafür sorgen, den Musikern einen zumutbaren und gereinigten Auftrittsort zu bieten.

Wichtig wäre aus Sicht der Orchester auch, dass es rechtzeitig vor Beginn der Saison eine direkte Abstimmung der Tourist-Information mit den Orchestern zu den Terminen gibt, um personelle Probleme in der Urlaubszeit zu vermeiden, wie sie beim für den 20. August geplant gewesenen Konzert des Akkordeonorchesters auftraten. Um die Konzertreihe noch zu erweitern wäre es aus Sicht der Klangkörper gut, wenn die Stadt eine finanzielle Unterstützung gäbe. Das wäre auch ein Anreiz, weitere Musikgruppen für Auftritte zu gewinnen.

Was das Problem mit der Witterung betrifft, könnte ein Vorschlag von 2004 aufgegriffen werden, als sich Klingenthal mit Erfolg am Wettbewerb "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen" beteiligte. Im Sommer 2006 sollten zur Belebung des Stadtzentrums die Filmnächte am Musikpavillon ihre Premiere haben. Es blieb bei der Idee.

Der Stadtrat hat jüngst die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes beschlossen. Im Herbst sollen dazu sechs Arbeitsgruppen mit Vertretern aller Fraktionen gebildet werden, auch Bürger sind aufgerufen, sich mit Anregungen einzubringen. Der Pavillon wäre ein solches Thema. Man könnte beispielsweise die Möglichkeit einer mobilen Überdachung des Zuschauerbereichs prüfen - dann wäre die Ankündigung der Pavillonkonzerte keine wetterbedingte Zitterpartie mehr, und auch die Idee der Filmnächte könnte noch einmal aufgegriffen werden.

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