Kracke darf ins Bürgermeisteramt zurück

Das Verwaltungsgericht Chemnitz hat einem Eilantrag des Mühlentalers gegen die Fortdauer seiner Suspendierung stattgeben.

Mühlental.

Der Mühlentaler Bürgermeister Andreas Kracke (Mühlentalfreunde) kann sein Amt wieder aufnehmen. Das Verwaltungsgericht Chemnitz hat am Mittwoch einem Eilantrag Krackes stattgeben, mit dem er sich gegen das weitere Bestehen der am 21. Februar von Landrat Rolf Keil (CDU) ausgesprochenen Suspendierung wehrte. Darüber informierte gestern Mittag Krackes Rechtsanwalt Sven Kreuter.

Keil hatte Kracke die Führung der Dienstgeschäfte verboten, nachdem dieser im Krankenstand am 2. Februar eine private Geburtstagsfeier besuchte, bei der ein Mann "Sieg heil" gerufen hat und ein Autoreifen verbrannt wurde. Dazu war tags darauf ein 38-sekündiges Video aufgetaucht. Das Gericht führte aus, dass die auf drei Monate befristete Suspendierung bereits am 23. Mai ausgelaufen sei. Grund: Das Landratsamt habe wegen des Vorfalls am 2. Februar kein Disziplinarverfahren gegen Kracke eingeleitet. Der "Freie Presse" vorliegende Beschluss teilt auch inhaltlich die Argumente des Landratsamtes nicht. Wegen des "Sieg heil"-Rufs eines Besuchers der Feier hatte die Staatsanwaltschaft Zwickau Ermittlungen gegen Kracke abgelehnt. Die noch anhängige Altreifen-Verbrennung dürfte laut Gericht wohl kaum mit Krackes Amts-Entfernung enden.

Das Verwaltungsgericht äußerte sich gestern auf Anfrage nicht zur Entscheidung. Erst sollen die Beteiligten darüber informiert werden, so Sprecher Mark Artus. In der Landesdirektion Sachsen, an die der Kreis das Thema Suspendierung abgegeben hatte, lag gestern noch keine Information vor. Die Behörde hatte die Akten zu dem Fall vorige Woche auf Anforderung an das Gericht abgegeben, sagte Sprecher Gunter Gerick.

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