Kräftig gelb und mehlig kochend

Wie schmeckt die neue Elstertalknolle? Gestern wurde die Kartoffel in Unterwürschnitz erstmals verkostet.

Unterwürschnitz.

Schon das Äußere macht etwas her und Appetit auf mehr: die Schale - hell und mit rötlichen Flecken, das Innere nach dem Aufschneiden - kräftig gelb, die Konsistenz nach dem Kochen - mehlig. Und dann erst der Geschmack: lieblich auf der Zunge und etwas nussig im Abgang. So müssen Kartoffel - oder Erdäpfel, wie der Vogtländer sagt - munden. Christoph Stölzel (parteilos), Bürgermeister in Eichigt, Andreas Kracke (Mühlentalfreunde), Kommunalchef von Mühlental, die amtierende 1. Vogtländische Kartoffelprinzessin Selina Kohl sowie Mario Horn (CDU) und Ulrich Lupart (AfD) als Vertreter der Stadt Oelsnitz gehörten am Dienstag zu den Ersten, die in den Genuss kamen, den Neuling zu testen. Keine Höflichkeitsgeste, dass sie der Elstertalknolle durchweg Beifall spendeten.

Den Namen erhielt die neue Sorte bereits im Herbst vergangenen Jahres, als der Knollensteig als Rundweg vollendet war und seiner Bestimmung übergeben wurde. Kein Geringerer als der amtierende Bambes-Meister Daniel Bonifert nahm die Weihe mit einem Schuss Sekt vor. Schon damals war Sandro Wilfert der Stolz über das Gelungene anzusehen. Er ist, wenn man so will, einer der "Väter" der neuen Kartoffelsorte: "Als Verein Knolleneck haben wir daran acht Jahre getüftelt. Die Sorte hat sich auf natürliche Weise aus einer Urkartoffel und einer europäischen Kartoffel gebildet. Mehr verrate ich aber nicht. Vom Geschmack her hat sie uns gefallen, deshalb haben wir den Anbau vorangetrieben. Ich finde, die Neue passt sehr gut zu unserer Region: Vogtländer sind erstens urige Menschen, und die Elstertalknolle hat zweitens einen lieblichen Geschmack - Vogtländer sind doch auch liebe Menschen."

Künftig wird die Elstertalknolle auf dem Ferienhof Wilfert angebaut, kommt ausschließlich für den Eigenverbrauch und zur Verköstigung der Gäste auf den Teller. Insofern ist es auch nicht notwendig, sie amtlich anerkennen und registrieren zu lassen.

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