Krankenhaus Rodewisch errichtet Palliativstation

Bislang ungenutzte Etage im Versorgungszentrum wird bis 2022 ausgebaut

Rodewisch.

Das Kreiskrankenhaus Obergöltzsch in Rodewisch erhält eine neue Palliativstation. Bis 2022 soll dafür die bislang ungenutzte obere Etage des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) auf dem Klinikgelände für rund 1,3 Millionen Euro ausgebaut werden. Sie war mit dem MVZ-Neubau in den Jahren 2009/10 vorsorglich für künftige Erweiterungen mit errichtet worden. Verwaltungsdirektorin Beate Liebold: "Jetzt zeigt sich, dass das weitsichtig und richtig war." Die neue Station mit zehn Betten soll "bis Mitte, spätestens Ende 2022" bezogen werden können.

Mit Planung der Arbeiten wird für rund 370.000 Euro ein Büro aus Nürnberg beauftragt. Das hat der Krankenhausausschuss des Vogtlandkreises am Montag beschlossen. Der Landkreis ist zu 100 Prozent Träger des Krankenhauses. Um den Auftrag hatte sich in einer EU-weiten Ausschreibung ein weiteres Unternehmen aus Zwickau beworben. Im Verhandlungsverfahren setzten sich die Franken durch, die nach einer Präsentation vor Vertretern des Krankenhauses und zuvor festgelegten Bewertungskriterien die höchste Punktzahl erhielten. Die Planer aus Nürnberg waren für das Kreiskrankenhaus bereits bei Einrichtung des 2018 in Betrieb genommenen Hybrid-Operationssaals tätig gewesen, hieß es.

Auf einer Palliativstation werden Symptome und Komplikationen unheilbar kranker Menschen behandelt. Sie unterscheidet sich von anderen Stationen meist durch eine wohnlichere Gestaltung und einen höheren Personalschlüssel.

Das Helios Vogtlandklinikum Plauen verfügt seit 2009 über eine Palliativstation mit acht Betten, die Paracelsusklinik Adorf seit 2019 über eine mit fünf Betten. Das Kreiskrankenhaus Rodewisch war seit 2010 mit zunächst sechs Betten in der Palliativmedizin tätig - erst in Kombination mit der Inneren, dann mit der 2019 eröffneten Geriatrie.

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