Kurort Bad Brambach will "Wege mit Herz"

Ein touristisches Konzept soll bestehende Wege verknüpfen und aufwerten. Dazu sollen in Kürze auch die Bürger mit ins Boot.

Bad Brambach.

Die Gemeinde Bad Brambach setzt verstärkt auf Wandertourismus. Dafür hat der Kurort das touristische Konzept "Bad Brambacher Wege mit Herz" auf den Weg gebracht und nach den Worten von Bürgermeister Maik Schüller (parteilos) auch bereits Fördermittel aus dem Programm Leader für den ländlichen Raum erhalten. Die Studie soll in Kürze mit den Bürgern diskutiert werden. Ursprünglich war das bereits vor der Sommerpause geplant gewesen, aber unter anderem Corona hat den Zeitplan verändert.

Laut Schüller ist die Dresdner Stadtplanerin Barbara Braun bereits mit ersten Arbeiten am Konzept beschäftigt. Drei Schwerpunkte haben die "Bad Brambacher Wege mit Herz": Zum einen sollen bestehende Wege erfasst und analysiert werden, dann ein Wegekonzept mit Ergänzung und Aufwertung der Wege entstehen, drittens das Thema anhand von bis zu drei Rundwegen vertieft werden. "Die Studie soll klar machen, wie wichtig der Einklang und das Gleichgewicht zwischen Lebensort und Kurort mit touristischen Potenzial ist", heißt es in der Vorhabensskizze. Ende Juni beschloss der Gemeinderat, dass die Studie zum Pauschalpreis 25.000 Euro durch das Büro Dr. Braun & Barth aus Dresden erstellt wird.

Das Rad neu erfinden, ist nicht Ziel der "Bad Brambacher Wege mit Herz". Viele Wege sind vorhanden, im Wegebau hat sich gerade in den zurückliegenden Monaten unter der Regie des Sachsenforstes eine Menge getan. Manchmal fehlt es nur an kleinen Teilstücken, an Anbindungen, damit eine Tour im Gebiet des Kurorts attraktiver ist. Auch wenn die Studie vor allem auf das innerörtliche Wegenetz von Bad Brambach fokussiert, sollen die Anknüpfung an die Ortsteile, überörtliche Wege und Haltestellen des Bus- und Bahnverkehrs nicht aus dem Blickfeld rutschen. Das Wegekonzept ist wiederum Teil einer Art Bad Brambach-Zukunftsplan. Im Grunde ist es eine Klarstellungssatzung, in der festgelegt werden soll, wo gebaut werden darf und in welche Richtung sich die Gemeinde entwickelt. Vorhandene Dokumente wie Kurortentwicklungsplan sollen einfließen, Partner wie Sächsische Staatsbäder, Ebel-Klinik oder Mineralbrunnenbetrieb in die Entwicklungsstrategie des Kurortes integriert werden.

Vorstellungen, wie Wege attraktiver werden können, gibt es viele. Zum einen sollen die Strecken barrierearm sein, um von vielen genutzt werden zu können. Als Aufwertungsideen für verschiedene Nutzer sind formuliert: Spielplätze/-stationen, Aktivpfad und Seniorenspiele, ein Barfußbereich, kleine Kneippmöglichkeiten, Kräutergarten oder ähnliches, ein Kletterwald und/oder ein Waldspielplatz sowie Grillplätze. In puncto Wegausschilderung hat sich schon einiges getan, lobt Schüller die Arbeit von Altbürgermeister Helmut Wolfram, der als ehrenamtlicher Wegewart arbeitet.

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