Landkreis verschiebt Sanierung des Gymnasiums

Baubeginn erst nächstes Jahr - Oelsnitzer Politik offiziell nicht informiert

Oelsnitz.

So mancher Schüler des Oelsnitzer Julius-Mosen-Gymnasiums dürfte sich zum Schulstart gewundert haben: Sollte nicht die Generalsanierung der Schule in den Sommerferien beginnen? Noch im Frühjahr hatte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) medienwirksam den Förderscheck in Höhe von rund drei Millionen Euro übergeben. Nach jahrelangen Debatten, in der die Schulsanierung zum Politikum aufwuchs, schien alles in trockenen Tüchern. Doch von Handwerkern war und ist im Oelsnitzer Gymnasium derzeit nichts zu sehen. Grund: Die Sanierung der Schule wurde um ein Jahr verschoben. Das erfuhr "Freie Presse" jetzt auf Anfrage aus dem Landratsamt. Der Vogtlandkreis ist Träger der Schule.

Offizielle Begründung für den Schritt: Man sei dieses Jahr zu spät dran gewesen, weil der Doppelhaushalt des Kreises bis zum 4. Juli keine Rechtskraft hatte. "Die Ausschreibungsverfahren konnten nicht wie geplant zu Beginn des Jahres 2019 durchgeführt werden", heißt es aus der Pressestelle des Landkreises. Nach Bestätigung des Haushaltes seien Varianten eines Baubeginns und die Auswirkungen auf die Gesamtbauzeit mit Schulleitung und Planern besprochen worden. "Da die Sommerferien immer Kernbauzeit der Maßnahme sind, wurde der Baubeginn gemeinsam auf Juni 2020 festgelegt", so die Kreisbehörde. Acht Bauabschnitte sind für die Sanierung des Schulgebäudes vorgesehen. Das Bauende verschiebt sich damit von Ende 2021 auf Ende 2022. Nach Ende der Sanierung will die Stadt Oelsnitz die Trägerschaft der Schule übernehmen.


Die Oelsnitzer Kommunalpolitik hat die Information vom Verschieben des Großvorhabens offiziell bislang nicht erreicht. Und die Stadtverwaltung? OB Mario Horn (CDU) ist im Urlaub, sein Stellvertreter René Buze will sich noch offiziell dazu äußern. Ulrich Lupart (AfD), der als Stadt- und Kreisrat bei beiden Seiten am Tisch sitzt, fordert eine Aufklärung des Vorgangs. Die Begründung des Kreises hält er für vorgeschoben.

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