Mediziner: Kur erlebt Renaissance

90 Teilnehmer bei Radonsymposium

Bad Brambach.

Die Wirkung des Heilmittels Radon auf chronische Schmerzzustände unterschiedlicher Ursache stand bis zum Sonntag im Mittelpunkt des 9. Radonsymposiums, das die Sächsische Staatsbäder GmbH in Zusammenarbeit mit der Dr. Ebel Fachklinik in Bad Brambach veranstaltete. Rund 90 Mediziner informierten sich über die Möglichkeiten und Chancen der Radontherapie. "Die schmerzlindernde Therapie in Form von Radonbädern und als Trinkkur wirkt lang anhaltender und schonender als die medikamentöse Therapie, die zum Teil mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden ist", sagt Prof. Karl Ludwig Resch, Geschäftsführer Deutsches Institut für Gesundheitsförderung, der die medizinischen Fakten über Radon erörterte. "Wir haben im Rahmen des Symposiums vielseitige Themengebiete zusammengefasst, die an die Radontherapie angrenzen. Dazu gehören unter anderem psychologische Themen sowie die wichtige Rolle der Faszien, mit deren Hilfe die Schmerztherapie optimiert werden kann" erklärt Silvia Sommer, Leiterin Therapie- und Gesundheitsprävention bei den Sächsischen Staatsbädern. "Schmerzpatienten, die regelmäßig nach Bad Brambach zur Radontherapie kommen, sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen, die selbst betroffen sind und bereits vor Jahren Radon beim Symposium kennenlernten, bestätigten uns die positive und lang anhaltende Wirkung", so Sommer. Weiterhin erklärt sie: "Der Trend der Zeit ist die Betrachtung des Menschen als Ganzes und regelmäßige Kur-, Rehabilitations- und Präventionsaufenthalte sollten mehr in den Fokus gerückt werden." Eine Rückbesinnung finde derzeit beim Thema Kuren statt, so Resch. (fp)


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